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Dorf und Familie

Ärger auf dem Acker: Diebe auf Feldern unterwegs

© Babinger/ah
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Eva Eckinger , agrarheute
am
12.10.2015

Viele Landwirte ärgern sich aktuell über Verluste und Schäden auf ihren Äckern. Nicht nur Kartoffeln werden gestohlen, auch bei Mais und Obst hinterlassen sie ihre Spuren. Für die Polizei gilt dies als Straftat.

Neben dem Diebstahl entsteht auch noch ein Schaden durch zertrampelte Pflanzen. © landpixel
Im schwäbischen Landkreis Augsburg in Bayern ärgern sich viele Landwirte über die Dreistigkeit vieler Mitbürger.
 
Wie die Augsburger Allgemeine (AZ) berichtet, sind wieder zahlreiche Kartoffeldiebe unterwegs.
Doch auch in Obstplantagen und auf Maisfeldern sind Schäden und Verluste zu verzeichnen.

Kartoffelacker komplett abgeerntet

Ein Landwirt berichtet in der AZ, dass "von einem Tag auf den anderen ein Kartoffelfeld plötzlich abgeerntet war". Wie Fußabdrücke und Reifenspuren vermuten lassen, sind oftmals mehrere Menschen unterwegs, um sich die Kartoffeln "gratis" zu beschaffen. Auch bei Maiskolben, Obst oder anderen Feldfrüchten greife so mancher gerne zu.

Plünderung noch vor Ernteabschluss

Ohne den Besitzer vorher zu fragen, berufen sich viele auf ein "Nachklauben" von Knollen, die ohnehin nicht mehr benötigt werden.
 
Doch im schwäbischen Bobingen ereignete sich laut AZ ein derartiger Vorfall nun vor dem Abschluss der Ernte. Auch in Obstplantagen soll es zu ähnlichen Vorfällen gekommen sein.

Unbekannte stehlen Kartoffeln von Kindergartenaktion

Ein Landwirt erklärt gegenüber der Zeitung, dass sie eine Aktion mit dem Kindergarten absagen mussten. Eigentlich hatten sie extra ein Stück Kartoffeln stehen lassen, damit die Kinder sehen, wie diese wachsen und die Knollen selbst aus dem Boden holen konnten.
 
Doch am Abend zuvor musste der Landwirt feststellen, dass jemand den kompletten Abschnitt geplündert hatte.

Straftatbestand des Diebstahls

Wie die Polizei Bobingen gegenüber der AZ deutlich macht, erfüllt dieses Vorgehen den Straftatbestand des Diebstahls. Je nach Schadenshöhe könne hier eine Geldstrafe oder sogar Gefängnis von bis zu fünf Jahren die Folge sein.
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