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Dorf und Familie

Ärger um Pachtfläche: Landwirt vs. BMW und Fürstenhaus

Eva Ziegler/agrarheute
am
05.03.2015

BMW will ein neues Werk für 2.000 Mitarbeiter errichten. Das Problem: 50 Hektar der benötigten Fläche hat ein Landwirt vom Fürstenhaus Thurn und Taxis gepachtet. Die will er nicht so einfach hergeben.

Seit dem Jahr 1863 betreibt ein Landwirt in Niedertraubling (Kreis Regensburg)  seinen Hof - mittlerweile in fünfter Generation. Die Fläche, auf der er mittlerweile Getreide züchtet, hat er vom Adelshaus Thurn und Taxis gepachtet, berichtet die "Welt". 
 
In der Nachbarschaft steht ein BMW-Werk, welches um ein Logistikzentrum erweitert werden soll. Der "Welt" zufolge hat man sich dafür Flächen von Thurn und Taxis ausgesucht - die Fläche, auf der der betroffene Landwirt sein Saatgut züchten.

Fürstenhaus Thurn und Taxis kündigt Pachtfläche

Thurn und Taxis habe dem Saatgutzüchter die 50 Hektar mittlerweile gekündigt, um BMW das fragliche Stück Land zu verkaufen. Doch der Landwirt will die Kündigung des Pachtvertrags nicht aktzeptieren und fordert ein Ersatzgrundstück.
 
Für die 50 Hektar will er der Welt zufolge 100 Hektar fruchtbaren Gäuboden im Nachbarlandkreis Straubing-Bogen. Diese Kompensation wiederum lehnt das Fürstenhaus ab. Stattdessen habe man dem Landwirt drei andere Kompensationsgrundstücke angeboten, die dieser nicht aktzeptierte.

Gerichtstermin im Februar

Wie die Welt weiter berichtet, verhandeln die Anwälte beider Seiten auch über eine Entschädigung im siebenstelligen Bereich. Im Februar soll es einen Gerichtstermin in Regensburg geben.
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