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Dorf und Familie

Ärzte gegen Massentierhaltung und Spermamillionäre

pd
am
04.07.2014

Diese Woche Thema in unserer Communitiy landlive: Wie schneidet man Eisen am Elegantesten und wie ist die Initiative der Ärzte gegen Massentierhaltung einzuschätzen?

Metall/Eisen schneiden
 
Matthias schreibt: "Wir haben bei uns in der Werkstatt zum Trennen von Metallen eine uralte Eigenbautrennschleifmaschine. Zum einen gibt der Motor langsam auf zum anderen verursacht das Teil eine Menge Dreck und Staub was auch der Gesundheit nicht förderlich ist. Dazu kommt der gewaltige Funkenflug. Jetzt ist die Frage wie ersetzt man so ein Gerät? Trennschleifer fallen weg, mir ist auch keiner aufgefallen der über den Heimwerkerbereich hinausgeht. Zwei Systeme sind mir jetzt aufgefallen. Kaltkreissägen und Bandsägen. Beide kosten je nach Größe und Ausstattung zwischen 600€ und 3000€ (beim selben Hersteller) Jetzt stellt sich die Frage worin Unterscheiden sich die Systeme? Wo liegen die Vor und Nachteile? Welches System ist am besten für einen mittelgroßen Landwirtschaftsbetrieb mit eigener Werkstatt geeignet? Oder gibt es noch andere Alternativen.Wie sieht es mit Schnelligkeit, Eignung für härtere Materialien und Betriebskosten aus? In welcher Preisklasse sollte man investieren?"
 
JW antwortet: "Es kommt wohl drauf an , was du am meisten Schneiden willst, für Flacheisen und so Zeug , also eher schlanke Sachen , da eignet sich die Kaltkreissäge (schnell). Aber das Sägeblatt kostet schon schnell 100 bis 200 €, bei breitere Blöcken dann die Bandsäge (mittel schnell), als Halbautomat etwas Teuerer, Sägeblatt zwischen 25 und 50€ . Wichtig ist immer das Kühlschmierwasser, das meistens nach längerem Stillstand verdunstet ist, dann geht jede Säge. Mal schnell was Schneiden wo geschweißt wurde, etwas Hartes, oder etwas was man nicht stabil spannen kann, das ist für jede Säge Gift, da sind die Sägeblätter zu teuer. Da kommt man um die Flex nicht rum. Was auch noch oft gerne genommen wird, ist eine Kalt- Bügelsäge, die braucht zwar länger bis sie durch ist, dafür kosten die Blätter nicht so viel und sie ist nicht so empfindlich, Sägeblatt zwischen 10 und 25€. Denke für Landwirtschaft schon geeignet. Da bekommt man auch was Stabiles für kleines Geld und ob was Stabil ist, sieht man wenn mal ein H-Träger drauf liegt."
 
Und DWEWT schreibt: "Ich habe eine Metall-Kaltkreissäge, MEP mit 315er Sägeblatt. Ein Supergerät für Dimensionen bis 100x100mm. Die Maschine hat zwei Umdrehungsgeschwindigkeiten. Natürlich mit Kühlschmierflüssigkeit, im Umlauf. Da das Gerät schon 15 Jahre alt ist, werde ich sie demnächst durch eine Säge mit Präzisions-Vertikalführung und 350er Blatt ersetzen. Es wird eine gebrauchte Industriemaschine sein. Mit ihr kann man Dimensionen bis 125x125mm schneiden. Der Preis für ein solches Gerät liegt bei 2.000 bis 3.000 €."
 
Und Notill meint: "Ich hab eine Bandsäge, geht bis 200mm Schnittweite und man kann auch Blechrohre Schneiden. Der Nachteil: das Band ist nicht ganz so präzise wie die Kreissäge, im Ersatz aber billiger. es kann sich verlaufen. Achte vor allem Darauf, das die Maschine auch eine Langsame Geschwindigkeit hat, und eine Kühlmittelpumpe. dann kann man wirklich fast alles schneiden, auch im gewünschten Winkel."
 

Zusammen Millionär: Halbbrüder Wille und Waldbrand produzieren je über 500.000 Portionen Sperma

Hessenfleckvieh  fragt: "Die beiden beliebtesten Winnipeg-Söhne Wille DW und Waldbrand FH2 haben nun schon einige Töchter aus dem Wiedereinsatz in Milch, produzieren beide auf hohem Niveau weiter und die Gendefekte haben die Nachfrage nur wenig negativ beeinflußt. Nun die Fragen dazu:
  • Setzt ihr diese Bullen noch ein? Oder ist jetzt die Zeit für Söhne und Enkel?
  • Habt ihr Töchter in Milch? Wie zufrieden seid ihr?
  • Und natürlich die alles entscheidende Frage: wer ist der beste Winnipeg-Sohn??" 
Hoanz  meint: "Ein Einsatz der Beiden beim aktuellen Kenntnisstand in Bezug auf Gendefekte ist schon recht riskant. Waldbrand habe ich in den beiden letzten Jahren nicht mehr eingesetzt, obwohl er sich eigentlich für Jungrinder (KVp) hervorragend eignen würde und gegenüber Rumgo z.B. durch das Fehlen von TP deutlich positiv abhebt. Von Wille habe ich zwei sehr schöne und auch ordentlich typisierte weibliche Jungtiere ( gGZWe 128 bzw. 124 nach Aprilschätzung), beide frei von DW, beim jüngeren ist allerdings der TP-Status (MV: Vanstein !) noch unklar und wird derzeit per Mutationstest ermittelt. Dies kann aber natürlich Wille nicht angelastet werden. Im übrigen würde ich zum jetzigen Zeitpunkt seine Söhne (Wohltat, Wendlinger, Windstone) bevorzugen. Anders bei den Waldbrand-Söhnen: Da sind doch glatt von den ersten vier drei FH2-Anlagenträger! Da könnte man ja gleich den "Alten" verwenden."
 
Und September96 schreibt: "Haben von beiden bereits einige Töchter in Milch, einsetzen werden wir sie jedoch nicht mehr da wir schon genug Nachkommen haben. Zu den Waldbrand muss ich sagen, dass alle sehr einheitlich mit TOP Exterieur sind, in der Milchmenge sind sie zu Anfangs etwas zurückhaltend, kommen aber dann rel. gut! Wille streut nach meiner Erfahrung vor allem im Euter, seine Töchter melken aber dafür alle super! Waldbrand Töchter geben zwar etwas weniger Milch dafür haben sie z. B. eine viel bessere Fruchtbarkeit (FRW: Waldbrand 105, vgl. Wille 87). Zudem macht seine einheitlichere Exterieurvererbung und die Kalbinneneignung ihn für mich zum besseren Winnipeg-Sohn!"
 
Und Viechalapp antwortet: "Wille haben wir nicht eingesetzt, dafür aber Waldbrand umso mehr=) In Milch haben wir noch keine, die erste kommt Ende September. Unsre Waldbrand-Mädls sind schöne Tiere und fallen wirklich auf, vorallem weil sie extrem zutraulich und ruhig sind.  Möchte auch noch sagen, dass die Waldhoer-Nachzucht auch nicht zu verachten ist, unsre erste kommt ebenfalls im September in Milch. Waldhoer haben wir stark als Kalbinnenbulle eingesetzt und schöne Töchter bekommen. Zwei davon haben einen roten Kopf (1 x MV Reiter, 1 x MV Hutch) Ich mag das gerne mal =)

Mehr Infos zu Topvererbern finden Sie in unseren Themendossiers Braunvieh, Fleckvieh und Holstein ...

Neue Initiative: Ärzte formieren sich gegen Massentierhaltung

Einen Beitrag des DLZ-Agrarmagazines kommentiert neurocker: "Die 11% sind vermutlich maßlos übertrieben." Und Llanes meint: "mit dem Finger auf andere zeigen, die Augen verschließen ist einfacher und nicht so anstrengend wie Probleme anzugehen. Solange die Bevölkerung das mitmacht, wird es auch so weiter gehen. Btw: Institutsdirektor Allgemeine Hygiene, Krankenhaus- und Umwelthygiene vom Klinikum Bremen Martin Eikenberg. Der Hygieneverantwortliche des Krankenhauses, das aufgrund von Hygienemängeln den Tod mehrerer Babys zu verantworten hat... herzlichen Glückwunsch, Wieso schaut man nicht mal nach Holland? Zu weit weg? zu anstrengend?"
 
Und rocknrolldirk schreibt: "Also Erregerressistenztests und Antibiogramme sind in der Milchviehhaltung nicht Standard, aber zumindest unter professionellen Milchviehhaltern sehr verbreitet. Wenn ich aber im Bekanntenkreis höre, dass sich jemand gegen seine Grippe vom Hausarzt (!) Antibiotika verschreiben lässt muss ich mich doch sehr wundern. Wann nimmt ein Humanmediziner Nasentupferproben um den Erreger zu bestimmen? In der Regel wird blind, oft auch noch nach den Wünschen des Patienten auf Krankheitssymptome geschossen. Das ist unprofessionell, nicht heilsam und außerordentlich verantwortungslos. Natürlich gibts auch in der LW auf diesem Gebiet Dinge die im Argen liegen, aber Humanmediziner sind wohl kaum die richtige Adresse, wenn es um das Austeilen von Beschuldigungen geht. Komischerweise haben die Niederlande trotz extremer Viehdichte keine extremen Ressistenzprobleme, wie man erwarten müsste. Die gibts eher in Südeuropa, wo der Verbrauch von antibiotischen Wirkstoffen in der Humanmedizin pro Kopf ein Vielfaches des Verbrauchs in Nordeuropa erreicht. Grundsätzlich sollten diese wertvollen Medikamente bei Mensch und Tier nur eingesetzt werden, wenn die Krankheit ohne Antibiotika lebensbedrohlich wäre. Bei einer Bronchitis empfiehlt sich Bettruhe(übrigens bei vielen anderen Krankheiten auch!) dann kann in vielen Fällen verzichtet werden, eine Lungenentzündung dagegen sollte konsequent und mit den richtigen Wirkstoffen bekämpft werden. Auch vorbeugende Gaben sind höchst zweifelhaft. Routinemäßige Einstallprophylaxen sollten möglichst bald eingestellt werden, auch das antibiotische Trockenstellen von Kühen sollte nur noch therapeutischen Charakter haben. Es gibt mittlerweile Alternativen, deren Einsatz jeder Kollege einüben sollte."

Blog der Woche: Treffpunkt - Landjugendgruppen aus Niedersachsen

In der neuen Serie "Treffpunkt" stellt die Community landlive Landjugendgruppen aus Niedersachsen vor. In dieser Ausgabe: Warum die Ortsgruppe LIG Nord (Wesermarsch) in ihrer Freizeit die Muskeln spielen lässt. Und zieht! Volle Kraft voraus! Der Schweiß steht den Landjugendlichen auf der Stirn. Die Köpfe sind knallrot. Und doch sieht man ihnen an: Sie haben Spaß an der Sache. Was sie machen? Das Team bereitet sich für die Schlepperpulling-Meisterschaft der LAND & Forst am 12. Juli auf der Tarmstedter Ausstellung vor. Bereits zum vierten Mal sind sie dabei.
 
Seit zwei Wochen treffen sich die Landjugendlichen ein- bis zweimal die Woche zum Trainieren. "Wir wollen natürlich gewinnen", erklärt Vorsitzender Sven Hülstede. "Aber vor allem stärkt die Aktion unseren Zusammenhalt und Teamgeist. Ich kann das anderen Ortsgruppen nur weiterempfehlen."
 

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