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Politik national

AFP braucht neue Modalitäten

von , am
05.03.2010

Hannover - Das große Interesse niedersächsischer Landwirte am einzelbetrieblichen Förderprogramm des Landes (AFP) erfordert aus Sicht des Landvolkes Niedersachsen eine Überarbeitung der bisherigen Modalitäten.

© breeze393/Fotolia

Im Gespräch mit Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen hat Landvolkpräsident Werner Hilse jetzt einige Verbesserungsvorschläge für die Antragsrunde 2011 unterbreitet, die im Vorstand des Verbandes angesprochen wurden und auch bei Veranstaltungen mit Landwirten immer wieder diskutiert werden. Diskussionswürdig sind danach sowohl die Ober- und Untergrenzen der Förderung, die derzeit bei 20.000 Euro beginnt und bei 1,5 Millionen Euro ein Limit setzt. Hilse regte gegenüber Ehlen ein Anheben der Einstiegsschwelle und ein geringeres Limit an.

Mit Blick auf die zunehmenden Schwankungen der Gewinne in den landwirtschaftlichen Betrieben hält der Verband die Wirtschaftlichkeitsprüfung durch Vorlage von drei Bilanzen aus fünf Jahren für angemessen. Wie das Ministerium stuft auch das Landvolk eine Überprüfung des bisherigen Punktesystems als erforderlich ein. Beispielsweise darf die Nachrüstung von Ställen mit Melkrobotern nicht am neuen Rating scheitern.

Änderungen in der Investitionsförderung

Die aktuell wegen Überzeichnung der Fördersumme nicht zum Zuge gekommenen Milchviehhalter sollten dabei über einen Bonuspunkt bei der nächsten Antragsrunde ihr Punktsystem verbessern können. Zudem spricht sich der Verband für eine Stärkung des Ackerbaus in der einzelbetrieblichen Förderung aus. So sollten z.B. Kartoffellagerhallen mit Kisten als eine Einheit gewertet und damit die förderfähige Investitionssumme nicht nur auf die Halle bezogen werden. Diese Anregungen will das Landvolk gemeinsam mit dem Ministerium, Landwirtschaftskammer, Baubetreuern und Banken im agrarstrukturellen Arbeitskreis zu neuen Antragsformalitäten ausformulieren. (lpd)

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