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Wirtschaft

AGCO: Umsatz sinkt 2014 um fast zehn Prozent

pd
am
11.02.2015

Duluth - Nach den Rekordumsätzen der vergangenen Jahre hat der US-amerikanische Landtechnikkonzern AGCO das Geschäftsjahr 2014 mit deutlichen Umsatzeinbußen abgeschlossen.

Der US-amerikanische Landtechnikriese AGCO legte vergangene Woche seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2014 und das gesamte Geschäftsjahr 2014 vor. Daraus geht hervor, dass der Umsatz deutlich zurückgegangen ist gegenüber 2013, nämlich um 9,9 Prozent (%).
 
Im gesamten Geschäftsjahr 2014 lag der Umsatz bei insgesamt 9,7 Milliarden US-Dollar (8,5 Mrd. Euro). Bereinigt um negative Währungseinflüsse ergibt sich ein Minus von 7,5 %. Für das Berichtsjahr weist AGCO einen Nettogewinn von 4,36 $ (3,84 Euro) je Aktie aus; 2013 waren es 6,01 $ (5,29 Euro) gewesen.

Deutliche Umsatzrückgänge bei PS-starken Traktoren in Nordamerika

Die deutlichsten Umsatzeinbußen verbuchte AGCO 2014 in der Region Nordamerika. Dort sanken die Erlöse gegenüber dem Jahr 2013 währungsbereinigt um 11,5 % auf 2,414 Mrd. Dollar (2,126 Mrd. Euro). Dabei wurden die größten Rückgänge bei PS-starken Traktoren und Anbaugeräten verzeichnet, während der Absatz kleinerer Traktoren sowie von Heu- und Futtererntemaschinen gesteigert werden konnte.
 
In der Region Europa/Afrika/Nahost sank der Umsatz um 5,2 % auf 5,158 Mrd. Euro (4,543 Mrd. Euro). Hier wurden rückgängige Verkaufszahlen in Frankreich und Deutschland teilweise durch ein Wachstum in Afrika und der Türkei kompensiert. Zudem konnte der negative Einfluss geringerer Produktionsmengen und eines schwächeren Absatzmix durch Kostensenkungsmaßnahmen zum Teil ausgeglichen werden.

Aussichten für 2015:

AGCO-Vorstandschef Martin Richenhagen rechnet damit, dass der Umsatz im laufenden Jahr 2015 nochmals zurückgeht. Richenhagen erwartet für 2015 einen Umsatz von maximal 8,3 Mrd. Dollar (7,3 Mrd. Euro). Zudem dürften die Brutto- und operativen Margen niedriger ausfallen als 2014. Nach Bereinigung um Restrukturierungs- und sonstige unregelmäßige Aufwendungen werde ein Gewinn von etwa 3 $ (2,64 Euro) je Aktie angestrebt.
 
"Aufgrund der zurückgehenden Marktnachfrage und der währungsbedingten Belastungen wird 2015 für uns ein schwierigeres Jahr als 2014", so Richenhaben. Fallende Rohstoffpreise würden wahrscheinlich zu sinkenden Einkommen in der Landwirtschaft führen, was wiederum die Nachfrage nach Landmaschinen auf den Agrarmärkten der Industrieländer dämpfen werde.
 
 

Weltrekord Amazone, Fendt, Unimog

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