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Polizeibericht

Aggressives Wildschwein verletzt Spaziergängerin

jagderleben/Nicoleta Culiuc/agrarheute
am
17.03.2016

Ein zirka 100 Kilogramm schweres Wildschwein hat letzte Woche in der Nähe von Greußenheim in Unterfranken eine Spaziergängerin angegriffen. Die Frau erlitt schwere Verletzungen am Bein.

So friedlich, wie es sich die Besitzer eines Grundstücks im bayerischen Kreis Würzburg wünschen, ist es nicht mehr. Am vergangenen Freitag griff eine Bache eine Spaziergängerin an. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Greußenheim auf dem Grund des Guts Terra Nova, das der Gemeinschaft "Universelles Leben" (UL) gehört. Die Frau war dort gegen 14 Uhr mit zwei Hunden und einem Begleiter unterwegs.

Wildschwein verletzt Frau am Bein

Als das etwa 100 Kilogramm schwere Wildschwein zum Angriff überging, stellte sich die 56-Jährige schützend vor ihren Hund und wurde dabei schwer am Bein verletzt, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Nur ein hölzerner Weidezaun, hinter dem die Spaziergänger samt Hunden Schutz fanden, verhinderte Schlimmeres.

Lebensgefährte spricht von einer hochaggressiven Wildsau

Gegenüber der Mainpost sprach der Lebensgefährte der Verletzten von einer "hochaggressiven Wildsau", die aus einer 'künstlichen Behausung' angriff. Er sehe den Grund für die Attacke darin, dass die Sau ihre Behausung - ein Betonrohr - und ihr Futter verteidigen wollte. Hinweise für eine Tierfütterung und eine halbe Betonröhre hätten auch die Polizeibeamten festgestellt, so das Blatt.

Landratsamt prüft

Ob das Aufstellen derartiger Unterstände rechtens ist, werde gerade vom zuständigen Landratsamt geklärt, sagte Polizeisprecherin Kathrin Thamm gegenüber der Redaktion jagderleben.

Hintergrund: Seit vielen Jahren sprechen sich die Anhänger der Gemeinschaft gegen die Tötung von Tieren aus. Immer wieder stand UL in der Kritik, Wild auf ihrem Grund zu binden, damit dieses nicht auf angrenzenden Flächen erlegt werden konnte.

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