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Wirtschaft

Agrana: Rohstoffkosten drücken Gewinn

AgE
am
14.01.2013

Wien - Trotz steigender Umsätze sinkt das operative Ergebnis des österreichischen Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana im dritten Quartal 2012/13 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel.

Die Zahlen der Südzuckertochter Agrana leiden unter gestiegenen Rohstoffkosten.
Nach der guten Geschäftsentwicklung in den Monaten März bis August hat der österreichische Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana im anschließenden dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2012/13 unter gestiegenen Rohstoffkosten und einem erhöhten Preisdruck gelitten.
 
 
 
 
 
Wie die Südzucker-Tochter vergangene Woche weiter mitteilte, kletterte der Gesamtumsatz in den Monaten September bis November zwar um 18 Prozent (%) auf 786,2 Millionen Euro (Mio Euro), gleichzeitig sank aber das operative Ergebnis um 23 % auf 61,7 Mio Euro.

Segmente Stärke und Zucker schlechter

Ausschlaggebend für den Gewinnrückgang waren laut Agrana die Segmente Stärke und Zucker, während der Bereich Frucht zulegte. Das Konzernergebnis in den ersten drei Quartalen 2012/13 wurde von der starken Entwicklung im ersten Halbjahr gestützt und übertraf mit insgesamt 204,3 Mio Euro das Niveau des vergleichbaren Vorjahres- zeitraums um etwa drei Prozent. Der Umsatz bewegte sich um 22 % auf 2,389 Milliarden Euro (Mrd Euro) nach oben, während die operative Marge von zuvor 10,2 % auf 8,6 % fiel.

Schwieriges Geschäftsumfeld in den nächsten sechs Monaten

Den Umsatzzuwachs in den ersten drei Quartalen führt der Konzern auf positive Marktentwicklungen und Absatzsteigerungen in den Segmenten Zucker und Frucht zurück. Auch für die Ergebnissteigerung seien diese beiden Geschäftsbereiche verantwortlich. In den kommenden Monaten rechnet Agrana-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart mit einem schwierigen Geschäftsumfeld. Dennoch sei für das Gesamtjahr 2012/13 bei einem insgesamt leichten Volumenzuwachs und einem weiter- hin hohen Preisniveau unverändert ein Anstieg des Konzernumsatzes auf mehr als drei Milliarden Euro zu erwarten, nach 2,6 Mrd Euro 2011/12. Das operative Ergebnis werde ungefähr das Vorjahresniveau von 232 Mio Euro erreichen.

Verkäufe von Nicht-Quotenzucker an die Industrie steigen

Im Geschäftssegment Stärke wurden die Absatzmengen im dritten Quartal 2012/13 den Konzernangaben zufolge in allen Bereichen erhöht. Besonders erfreulich entwickelten sich laut Agrana die Verkäufe von Nicht-Quotenzucker an die Industrie. Insgesamt stieg der Segmentumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 % auf 292,6 Mio Euro. Das operative Ergebnis blieb aufgrund der steigenden Rohstoffkosten mit 34,1 Mio Euro etwa 22 % hinter dem Vergleichswert im dritten Quartal 2011/12 zurück.
 
Gewinnzuwächse bei Saftkonzentraten
 
Im Bereich Stärke bewegte sich der Umsatz nach Mitteilung des Konzerns aufgrund eines Anstiegs der Verkaufsmengen und -preise in den Monaten September bis November des laufenden Geschäftsjahres um vier Prozent auf 208,0 Mio Euro nach oben. Höhere Rohstoffaufwendungen drückten das operative Ergebnis um 55 % auf 14,3 Mio Euro nach unten. Im Segment Frucht verzeichnete Agrana für das dritte Quartal einen vor allem absatzbedingten Umsatzanstieg um 35 % auf 285,7 Mio Euro. Das operative Ergebnis wurde insbesondere durch den Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate um 179 % auf zusammen 13,4 Mio Euro gehoben.
 
 
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