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Bloggerwelt

Agrar-Blogs: Unternehmerbild und Burnout bei Landwirten

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Eva Eckinger, agrarheute
am
31.03.2016

Auch in der Landwirtschaft nutzen viele User das Netz, um in Agrarblogs ihre Sicht der Dinge darzustellen. Die Top-Themen im März.

Die Agrar-Blogger beschäftigten sich im März unter anderem mit dem brandaktuellen Thema Burnout. Die Arbeit als Landwirt ist physisch sowie psychisch anspruchsvoll. Hinzu kommt der momentan in vielen Branchenzweigen zunehmende wirtschaftliche Druck.

Diese Herausforderungen zu meistern, kann nur funktionieren, wenn Landwirte und Tierhalter körperlich sowie geistig fit sind. Agrar-Blogger Sören Schewe hat sich mit der spezifischen Ausprägung dieses Problems bei Landwirten beschäftigt.

Preise und öffentlichen Diskussionen problematisch

"Viele Bauern seien so erzogen worden, dass der Hof wichtiger als die eigenen Bedürfnisse ist," erklärt ein Experte laut Agrarblogger. Problematisch seien vor allem die derzeit desaströsen Preise und die öffentlichen Diskussionen über die Qualität landwirtschaftlicher Produkte, wie die Sprecherin des Bauernverbandes Schleswig-Holstein erklärt.

Wenn man kein Geld verdiene und dann noch gesagt bekomme, dass das, was man mache, verwerflich sei, überfordere das viele Landwirte.

Abhilfe schaffen durch Dialog und Anerkennung

Sören Schewe überlässt dem Leser abschließend das Nachdenken: "Bleibt am Ende die Frage wie wir hier Abhilfe schaffen können - körperlich sowie emotional erschöpfte Landwirte kann keiner wollen. [...] Dialog und Anerkennung können schon viel verändern - zumindest dann, wenn das Arbeitspensum weitgehend gleich bleibt."

Sind Landwirte Unternehmer?

Amos Venema beschäftigte sich im März bei BlogAgrar mit dem Thema des Unternehmerbildes als Landwirt. "Landwirte denken und handeln zwar unternehmerisch, stellen den Profit aber nicht nur in den Vordergrund ihres Seins", so seine Aussage. Man würde aus Respekt und Verantwortung gegenüber der Natur auf den optimalen Gewinnzuwachs verzichten.

Leidenschaftlicher Appell an Kollegen

Er schließt seinen Bericht mit einem leidenschaftlichen Appell: "Wir haben immer Zeiten gehabt, in denen das Geld knapp war. Wir werden auch diese Phase mit den ruinösen Preisen bzw. Erlösen mit unserer Begeisterung überstehen. Doch wir werden uns viele 'blaue Flecken und Wunden' holen, die noch Jahre nachwirken werden und das ein oder andere auch in Frage stellen werden. [...] Landwirte sind keine knallharten Unternehmer - sie handeln nur unternehmerisch! Die Entlohnung eines Unternehmers ist aber mehr als gerechtfertigt"

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