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Wirtschaft

Agraraußenhandel Moldawiens geschrumpft

Externer Autor ,
am
19.05.2010

Chisinau - Der Außenhandelsumsatz Moldawiens mit Agrarprodukten ist im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent auf 1,133 Milliarden Dollar (876 Millionen Euro) geschrumpft.

Laut Angaben des Landwirtschaftsministerium in Chisinau konnte der Export im Jahr 2009 trotz Wirtschaftskrise wertmäßig um vier Prozent auf 620 Millionen Dollar (479 Millionen Euro) zulegen, während die Agrarimporte mit 513,5 Millionen Dollar (397 Millionen Euro) um 18,6 Prozent kleiner ausfielen als 2008. Mehr als die Hälfte der Agrarexporte Moldawiens, die sich neben Wein hauptsächlich auf Weizen, Mais, Sonnenblumensaat und Äpfel konzentrieren, gingen in andere Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

Rund ein Drittel der betreffenden Ausfuhren nahm die Europäische Union ab. Auch auf der Bezugseite dominierten mit einem Anteil von fast der Hälfte der importierten Agrarprodukte Moldawiens die GUS-Republiken. Auf die EU-Staaten entfielen im vergangenen Jahr gut 30 Prozent der Auslandskäufe des Landes in diesem Bereich.

Moldawische Weinwirtschaft kommt in Tritt

Der für den Export so wichtige Weinsektor hat zuletzt wieder besser Tritt gefasst. Nach dem Ende des "Weinkrieges" mit Russland bemüht sich die moldawische Weinwirtschaft wieder verstärkt um diesen Markt. Im ersten Quartal des laufenden Jahres konnte Moldawien seinen Anteil an den russischen Weinimporten gegenüber der Vorjahresperiode von 12,5 Prozent auf 17,2 Prozent erhöhen. Damit war das südosteuropäische Land hinter Frankreich der wichtigste Anbieter auf dem russischen Weinmarkt. (AgE)

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