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Agrarblogger: 7 Tipps für Partnerschaften mit Unternehmen

Influencerin macht Selfievideo für Müsli
am Donnerstag, 29.07.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Wenn du als Influencer eine Werbeanfrage von einem Unternehmen bekommst, solltest Du nicht gleich “Juhu” schreien. Unsere Tipps helfen Dir dabei, solche Anfragen richtig einzuschätzen und problemlos abzuwickeln.

Das Onlinemarketing ist in der Welt der landwirtschaftlichen Influencer schon längst angekommen. Die einen machen Werbung für schicke Uhren und die anderen für Autoputzmittel. Damit du dir mit solchen Partnerschaften weder deine Follower vergraulst noch Strafzahlungen seitens des Unternehmens einhandelst, haben wir ein paar Tipps für dich.

1. Wieviel Werbung willst du machen?

Überlege dir spätestens mit der ersten Werbeanfrage, wieviel Werbung du auf deinem Instagram-Kanal eigentlich machen willst und auch, wie diese Werbung bei dir aussehen soll. Machst du lieber etwa einmal im Monat einen ausführlichen, eher redaktionell getriebenen Produkttest mit Vor- und Nachteilen oder ist dir die quick-and-dirty-Variante mit einem Selfie samt Produkt und schnellem Werbehinweis lieber? Berücksichtige bei deinen Überlegungen auch, welche Art von Postings deine Follower sonst so von dir gewohnt sind.

2. Überprüfe, ob die Anfrage seriös ist!

Überprüfe, bevor du antwortest, ob die Anfrage überhaupt seriös ist. Ist dir das Unternehmen unbekannt, dann gib den Firmennamen doch einfach mal bei Google ein und schau dir eventuelle Bewertungen und Erfahrungsberichte an. Kommt die Anfrage per Insta-Messenger, dann klicke doch mal das Profil des Absenders und scrolle dich durch dessen Feed. Bekommst du die Anfrage per Mail, dann werfe ein kritisches Augenmerk auf die E-Mail-Adresse, um dich vor phishing-Mails zu schützen. Fallen dir Tippfehler oder sonstige Ungereimtheiten darin auf? Von Mailadressen wie hofheld955@werbung.tv solltest du lieber die Finger lassen.

3. Passt das Produkt zu dir?

Das Unternehmen ist gecheckt und scheint seriös. Aber kannst du dich mit dem Produkt/der Firma/der Philosophie identifizieren? Nur, wenn du das mit ja beantworten kannst, kannst du authentisch dafür werben. Wenn du zum Beispiel für Gummibärchen Werbung machen sollst, selbst aber nur Schokolade isst, dann ist das eventuell nicht die richtige Partnerschaft für dich 😉

4. Welche Erwartungen hat das Unternehmen?

Passen Produkt und Unternehmen zu Dir, dann frage nach den generellen Erwartungen des Unternehmens. Sollst Du zum Beispiel einfach nur Posten und dem Unternehmen somit ein Stück von Deiner Reichweite abgeben, oder sollst Du als Werbeträger für Kaufabschlüsse sorgen? Sei vorsichtig damit, was Du versprichst.

5. Welche Erwartungen hast du?

Genauso wichtig ist es, dass auch du deine Erwartungen formulierst. Möchtest du zum Beispiel lieber exklusiv mit dem Unternehmen zusammenarbeiten oder ist es dir egal, wenn du einer von vielen Werbeträgern bist?

6. Halte die Erwartungen schriftlich fest!

Sind die grundsätzlichen Erwartungen geklärt, geht’s in die Detailabsprache. Wie viele Posts sind gefordert? Wie sollen die aussehen: lang, kurz, in Feed oder Story, mit Bild oder Video, wieviel Text muss drauf? Wie lange läuft die Partnerschaft und wann beginnt sie genau? Darfst du in der Zeit auch für andere Unternehmen werben? Gibt es eine eventuelle Vergütung für dich? Halte für diesen Part ein paar Kennzahlen wie Reichweite und Impressionen deines Insta-Profils bereit und sei dir sicher, dass du genau weißt, welche Pflichten du hast und wann dein Part als erfüllt gilt. Wenn du dir mit einem Vertrag nicht sicher bist, kann dir eine Rechtsberatung weiterhelfen.

7. Achte auf die Formalitäten beim Posten!

Zu guter Letzt gilt es auch bei den Postings selbst ein paar Dinge zu beachten. Schön ist es zum Beispiel, die vereinbarten Postings gleichmäßig über die Laufzeit der Partnerschaft hinweg zu verteilen. Achte dabei darauf, sie ordnungsgemäß als Werbung zu kennzeichnen und Partnerschaften auch in der Steuererklärung zu berücksichtigen.

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