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Frauen-Netzwerk

Das agrarfrauen Netzwerk Treffen war ein voller Erfolg

agrarfrauen Netzwerk Treffen
am Montag, 05.08.2019 - 10:42 (Jetzt kommentieren)

Wie wichtig der Austausch unter Gleichgesinnten ist, zeigte sich auf dem ersten Netzwerk-Treffen der agrarfrauen Community. 30 Frauen aus der Landwirtschaft tauschten sich über folgendeThemen aus.

Trotz Erntezeit und der saisonbedingten Arbeitsbelastung, schaufelten sich 28 Agrarfrauen aus ganz Deutschland Zeit frei, um am ersten großen agrarfrauen Netzwerk Treffen teilzunehmen. Die Teilnehmerinnen kannten sich bisher nur virtuell aus der agrarfrauen Facebook-Gruppe und freuten sich darüber, sich nun auch persönlich kennenzulernen und Netzwerke zu knüpfen.

„Es war ein wunderbarer Tag. Das Treffen war wie eine Geburt“, so das Fazit von Cornelia Lehr, auf deren Hof in Markelsheim die Veranstaltung stattfand. Es wurde sich über allerlei Themen ausgetauscht, wie zum Beispiel Bauernkind-Mobbing, das negative Image der Landwirtschaft, aber auch wie man Stallgeruch aus der Kleidung wäscht.

Barcamp-Thema: Frauen-Netzwerke knüpfen

Während des Barcamps wurden in Gruppen verschiedene Themen diskutiert. Einige der Teilnehmerinnen nahmen sich dem Thema Frauennetzwerke an und diskutierten, wie Frauen sich gegenseitig unterstützen können, um ihre Interessen besser zu vertreten. Es stellte sich heraus, dass Frauen sich gegenseitig nicht stark genug unterstützen. Einige prangerten die „Stutenbissigkeit“ unter Frauen an.

Außerdem klagte eine der Teilnehmerinnen, die sich politisch engagiert, dass zu wenig Frauen den Weg in die Politik suchen. Zu wenig trauten sich das zu. Ein Grund dafür sei auch die Erziehung, so das Fazit der Gruppe. „Frauen müssen die Hürde im Kopf überwinden. Man muss sich was zutrauen“, so Gruppenleiterin Bettina Hanfstingl. „Frauen zweifeln öfter, während Männer sich sagen: Ich kann das!“ Ein wichtiger Punkt war zudem das Thema Mentorinnen. Es fehle noch an ausreichend weiblichen Vorbildern.

Barcamp-Thema: Bauernkind-Mobbing

Das Thema Mobbing von Bauernkindern diskutierte eine Gruppe unter Leitung von Juliane Vees, seit Kurzem Vize-Präsidentin des deutschen Landfrauenverbands. Sie macht sich seit Jahren für das Thema stark und präsentierte Zahlen aus einer Umfrage des Landfrauenverbands Württemberg-Hohenzollern.

Einige der anwesenden Frauen kennen Mobbingfälle in der Familie. „Man muss dem Bauernkind-Mobbing aktiv die Stirn bieten“, so Vees. „Wir müssen darüber reden und als Bauernfamilie aktiv werden.“ Wichtig sei es, in der Familie offen damit umzugehen und dem Kind den Rücken zu stärken. Vees empfiehlt, mit der Schule und den Lehrern das Gespräch suchen, sich aber auch professionelle Hilfe zu holen. Auch ein Schulwechsel kann ein Ausweg sein. Das Thema „Stallgeruch“ wurde in dem Kontext thematisiert. „Eltern sollten penibel darauf achten, dass Kinder nicht nach Stall riechen. Das ist ein No-Go.“

Einen ausführlichen Bericht über das Agrarfrauen Netzwerk Treffen lesen Sie im agrarheute Magazin in der Septemberausgabe.

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Netzwerk Treffen: Geballte Agrarfrauen-Power am Start

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