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Wirtschaft

Agrarhandel weiter auf Wachstumskurs

lpd
am
11.10.2011

Hannover - Die Ausfuhren der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft legten im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent zu.

Deutschlands Bauern sind im globalen Markt angekommen. Das belegt nach Mitteilung des Landvolk-Pressdienstes ein Blick auf die Außenhandelsbilanz. Nach einer krisenbedingten Delle im Jahr 2009 erholten sich die Ausfuhren der Agrar- und Ernährungswirtschaft bereits im Jahr 2010 wieder und legten im ersten Halbjahr 2011 erneut um 14 Prozent zu. Offizielle Schätzungen gehen trotz mittlerweile etwas abgeschwächter Zuwachsraten für das gesamte Jahr 2011 von einer neuen Rekordmarke aus. Der Gesamtwert der Agrarexporte aus Deutschland könnte danach erstmals die Marke von 60 Milliarden Euro überschreiten. Im ersten Halbjahr 2011 erreichten die Ausfuhren der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft einen Wert von 28 Milliarden Euro. Das Importgeschäft erhöhte sich im Wert auf 33,6 Milliarden Euro. Die Zuwachsraten lagen bei 14,1 Prozent im Exportmarkt und 15,1 Prozent für die Importe.
 
Alle Welt vertraut auf deutsche Produkte
 
Der Slogan "Made in Germany" verschafft hochwertigen Veredlungserzeugnissen wie Milchprodukten und Käse oder Fleisch und Fleischwaren auf dem Exportmarkt große Chancen. Kunden in aller Welt vertrauen auf die Innovation, die hohe Qualität und Sicherheit deutscher Produkte. Nach dem Wert haben Milchprodukte mittlerweile Fleisch- und Fleischwaren als Zugpferd im internationalen Handel abgelöst und die Führungsposition übernommen. Nahezu jede vierte von fünf Exportladungen hat ihr Ziel in einem Land der EU 27, fast die Hälfte aller Agrarexportgeschäfte schließen deutsche Unternehmen mit den Niederlanden, Italien oder Frankreich ab. Im Gegenzug beziehen deutsche Importeure bei diesen angestammten Handelspartnern ebenfalls jedes zweite importierte Agrar- oder Ernährungsgut.
 
Wichtige Abnehmer unter den Drittländern sind Russland, USA und die Schweiz, Entwicklungs- und Schwellenländer bezogen 2010 Waren im Wert von 4,5 Milliarden Euro. Im Gegenzug erhöhten sie ihre Lieferungen auf den deutschen Markt wertmäßig auf 14,7 Milliarden Euro, erzielten also mit Verkäufen an deutsche Kunden dreimal so hohe Erlöse wie sie selbst für Importe aufwendeten. Bei den Agrareinfuhren aus Drittländern kommt den Lieferungen aus Entwicklungs- und Schwellenländern mit einem Anteil von 75 Prozent eine Schlüsselposition zu.
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