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Wirtschaft

Agrarhandelskonzern BayWa bleibt zuversichtlich für 2010

Externer Autor ,
am
22.06.2010

München - Europas größter Agrarhandelskonzern BayWa erwartet für das laufende Jahr bessere Zahlen.

Kaus Josef Lutz
Baywa-Chef Klaus Josef Lutz kritisiert die Bewertungspraxis der Deutschen Börse. © Werkbild

Sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis werde das Unternehmen verglichen mit dem schwierigen Jahr 2009 zulegen, bekräftigte Vorstandschef Klaus Josef Lutz am vergangenen Freitag bei der Hauptversammlung in München. "Im April und Mai konnten wir bei den Umsätzen und Erträgen weiter aufholen ", sagte Lutz. In der Landwirtschaft erwarte der Konzern stabilere Absatzpreise, im Heizölgeschäft rechne er vor allem wegen des lange kühlen und schlechten Wetters mit einer größeren Nachfrage.

Im traditionell schwachen ersten Vierteljahr hatte der Konzern auch angesichts des langen Winters mit 24,6 Mio. Euro einen höheren operativen Verlust als im Vorjahreszeitraum (17,3 Mio. Euro) geschrieben. Der Umsatz war im ersten Vierteljahr um knapp zwei Prozent auf 1,53 Mrd. Euro gesunken. Der Handel mit Agrarprodukten ist die größte Sparte des Unternehmens. Das Geschäft ist traditionell im Sommer stärker. 2009 lag der Umsatz bei rund 7,2 Mrd. Euro und damit deutlich unter dem Rekorderlös von knapp 8,8 Mrd. Euro 2008. Der Gewinn war im Krisenjahr unter dem Strich von 76,7 auf 59,4 Mio. Euro gesunken.

Erneuerbare als Hoffnungsträger

Große Hoffnungen setzt die BayWa auf das neue Geschäftsfeld erneuerbare Energien, das der Konzern mit dem Kauf dreier Unternehmen in den Bereichen Biogas, Windkraft und Photovoltaik aufgebaut hat. Für diesen Sektor rechnet Lutz in diesem Jahr mit einem Umsatz von rund 300 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 20 Mio. Euro. Mittelfristig sei vorstellbar, dass dieses Geschäftsfeld Erlöse von rund 1 Mrd. Euro erwirtschafte, so der Vorstandschef. Auch im klassischen Energiebereich habe sich das Unternehmen durch Übernahmen kleinerer Heizölhändler breiter aufgestellt. "Diese Strategie werden wir fortsetzen ", kündigte Lutz an. (aiz)

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