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Aufreger

agrarheute-Artikel zum Nebenerwerb erregt die Gemüter

Rentner fährt mit seinem Trecker
am Montag, 31.08.2020 - 12:48 (Jetzt kommentieren)

Jeder zweiten Bauer in Deutschland arbeitet im Nebenerwerb. Die einen sehen das als Chance, den Familienbetrieb weiterzuführen. Für andere ist diese Entwicklung der Untergang der Landwirtschaft. Unser Artikel "Landwirte im Nebenerwerb sind Gewinner in Teilzeit" ist unser Facebook-Aufreger des Tages.

Ist Nebenerwerb gut für die Landwirtschaft oder nicht?

Screenshot Nebenerwerbs-Diskussion Facebook

In Deutschland arbeiten mehr Bauern im Nebenerwerb als im Haupterwerb – nämlich 52 Prozent. In Baden-Württemberg und Hessen ist ihr Anteil mit über 60 Prozent am höchsten.

Dagegen wirtschaften in Schleswig-Holstein und Niedersachsen weniger als 40 Prozent der Bauern im Nebenerwerb. Auch im Osten Deutschlands ist der Anteil der Nebenerwerbshöfe mit bis zu 63 Prozent überraschend hoch.

Die wenigsten Landwirte starten im Nebenerwerb. Vielmehr sind es oft Höfe, die im Vollerwerb nciht mehr wirtschaftliche genug waren oder wo die Betriebsinhaber lieber einen anderen Hauptjob machen. Das finden nicht alle Landwirte gut, zeigt die angeregte Diskussion auf unserer agrarheute-Facebook-Seite.

Neben- und Vollerwerb - Gegner oder Partner?

Screenshot Facebook-Diskussion zum Thema Nebenerwerb

Bei Facebook wird der Beitrag, der im aktuellen agrarheute-Digitalmagazin erschienen ist, kontrovers und emotional diskutiert. 

Ist Nebenerwerbslandwirtschaft nur Hobby? Oder ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der ländlichen Räume?

Halten nebenerwerblich arbeitende Landwirte den Strukturwandel auf oder stehen sie den Berufskollegen im Vollerwerb im Wege? Treiben sie die Pachtpreise hoch oder sorgen sie dafür, dass die Flächen weiter bewirtschaftet werden, anstatt brach zu liegen?

Zuspruch von Berufskollegen

Screenshot dr Kommentare zur Facebook-Diskussion Nebenerwerb

Der Beitrag wird in den sozialen Netzwerken heftig diskutiert. Über 90 Kommentare bei Facebook von Landwirtinnen und Landwirten beweisen, dass das Thema die Gemüter bewegt.

Partei für die nicht im Vollerwerb arbeitenden Betriebe ergreifen aber nicht nur Nebenerwerbler selbst.

Auch viele Berufskollegen, die im Haupterwerb Landwirte sind, halten die kleinen, nebenher betriebenen Höfe für richtig und wichtig. Sei es, um die ländlichen Räume zu bewahren, sei es, um die Flächen optimal zu nutzen oder die Dorfgemeinschaft lebendig zu halten. Sie finden das Miteinander von Haupt- und Nebenerwerb fruchtbar.

Ein Fünftel der Fläche wird im Nebenerwerb bestellt

Screenshot von einem langen Kommentar bei Facebook von Uwe Weddige

Nebenerwerbshöfe haben wirtschaftlich durchaus Gewicht, belegt der agrarheute-Artikel "Landwirte im Nebenerwerb sind Gewinner in Teilzeit".

In Baden-Württemberg ergeben sich Anteile von 30 Prozent der Ackerfläche, 35 Prozent des Grünlands, 13 bis 15 Prozent der Milchkühe und Mastschweine und etwa 30 Prozent der gesamten Arbeitsleistung der Landwirtschaft, erklärt Agrarökonom Prof. Reiner Doluschitz von der Universität Hohenheim.

Deutschlandweit bewirtschaften die Bauern im Nebenerwerb knapp ein Fünftel der Fläche, sie halten 20 Prozent der Tiere und produzieren etwa 10 Prozent der Güter und Dienstleistungen. Eine Leistung, die nicht von allen Diskussionsteilnehmern anerkannt wird.

Mitreden

Haben Sie auch eine Meinung und möchten mitdiskutieren? Hier geht es zu dem Originalpost bei facebook.com/agrarheutecom.

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