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Lesetipps zu Weihnachten

Die agrarheute-Redaktion empfiehlt ihre Lieblingsbücher

Buch vor Kamin
am Freitag, 13.12.2019 - 08:00 (Jetzt kommentieren)

Bücher sind hierzulande das drittliebste Weihnachtsgeschenk. 43 Prozent der Deutschen legen Lesestoff unter den Baum. Die agrarheute-Redakteure haben ihre Bücherregale durchforstet und empfehlen ihre Lieblingsbücher für Jung und Alt.

Schwarze Piste: Krimispaß aus den Alpen

Buchcover vor Polizeiabsperrung

Der "Leichen-Leo" hat mal wieder eine Tote gefunden.

Diesmal sitzt sie festgefroren auf einer Bank und ist die Schwester seiner Begleiterin auf einer ungeplanten Skiabfahrt in den nächtlichen Alpen.

Und weil Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner über die Stränge geschlagen ist und seinen kremierten Onkel Simmerl heimlich am Wallberg verstreut hat, darf er nicht mal mit ermitteln in dem spannenden neuen Fall.

Was ihn natürlich nicht davon abhält, seiner neuen Skibekanntschaft den Hof zu machen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Schwester der tiefgefrorenen Toten betreibt einen chronisch bankrotten Gnadenhof.

Klar bleibt es nicht bei dieser einen Leiche. Der nächste Tote sitzt schon bald auf derselben Bank. Was die Selbstmordtheorie endgültig zum Einsturz bringt. Aber natürlich findet Kommissar Clemens Wallner von der Kripo Miesbach heraus, wer hinter den Morden steckt. Mit Leonhard Kreuthners Hilfe ... ob er die nun will oder nicht.

Warum ich das Buch mag

Portrait Sabine Leopold agrarheute

Die Wallner & Kreuthner-Bücher sind ein unglaublich gelungener Mix aus spannendem Krimi und – teils ziemlich schwarzem – Humor. Dabei rutscht Andreas Föhr nie ins Alberne ab, selbst sein etwas unkonventioneller Polizeiobermeister Leo Kreuthner, der in jedem Buchzuverlässig das erste Mordopfer entdeckt, gerät niemals zur Witzfigur.

Föhr kriegt immer die Kurve und das gilt auch für das Lokalkolorit: Kreuthner spricht zwar Mundart und auch sonst geht es zünftig bayerisch zu, aber selbst mir als "Preußin" wird es nie zu viel.

Vor allem profitieren die Bücher aber von Andreas Föhrs zweitem Beruf als Drehbuchautor. Er schafft es, nahezu jede Szenerie in Dialogen zu aufzubauen. Langatmige Situationsbeschreibungen kommen so gar nicht erst vor. Und das Beste daran: Föhrs Dialoge sind wie aus dem Leben gegriffen. Authentischer und lebendiger geht es nicht. Man hört die Protagonisten praktisch beim Lesen. Das macht einfach Spaß.

Die Wallner & Kreutner-Romane bauen zwar in der Rahmenhandlung einigermaßen auf einander auf, der Reihe nach lesen muss man sie trotzdem nicht. "Schwarze Piste" ist der vierte Band der Reihe und gefällt mir am besten. Wer trotzdem am Anfang starten will: Das erste Buch heißt "Der Prinzessinnen-Mörder" und ist wie alle anderen beim Knaur-Verlag erschienen.

 

Wem lege ich es unter den Baum

"Schwarze Piste" ist wie alle Bücher der Reihe etwas für Krimifans, die es weniger blutrünstig, dafür aber deftig und überraschend mögen. Da Föhr gern Zeitsprünge macht, sollten die Leser nicht jünger als 16 sein.

Für Lesemuffel und Traktorfahrer gibt es die Wallner & Kreuthner-Reihe übrigens auch als wunderbar gesprochene Hörbücher.

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