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Politik national

Agrarministerium: Schmidt setzt eigene Akzente

© Bundestag
von , am
03.04.2014

Berlin - Der neue Ressortchef Christian Schmidt setzt in der künftigen Struktur des Bundesagrarministeriums eigene Akzente. Die Schwerpunkte heißen ländliche Räume und Export.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zur Ökoverornung:" Wir haben die europäische Regelung für den Öko-Landbau einen guten Schritt nach vorne gebracht." © CSU
Christian Schmidt setzt als neuer Ressortchef eigene Akzente in der künftigen Struktur des Bundesagrarministeriums.Wie vor kurzem in Berlin bekannt wurde, weichen die vorgesehenen organisatorischen Änderungen zum Teil von den Plänen seines Vorgängers ab. Die Abteilung vier soll sich wie bisher um die Schwerpunkte ländliche Räume, Agrarmärkte und den Außenhandel kümmern.
 
Der Rolle seines Ministeriums als "Anwalt ländlicher Räume" will Schmidt durch die Einrichtung eines Koordinierungsreferats Rechnung tragen, bei dem die Aktivitäten innerhalb der Bundesregierung in diesem Bereich zusammenlaufen sollen.

Pläne unter der Lupe

Auch dem Export soll ein besonderer Stellenwert innerhalb der Abteilung zukommen. Die biobasierte Wirtschaft sowie die Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft bleiben die Schwerpunkte der Abteilung fünf.
 
Die Abteilung zwei soll sich künftig mit den Themenbereichen Ernährungspolitik, Produktsicherheit und Innovation befassen. Zu diesem Zweck soll die bisherige Unterabteilung 31, Ernährungspolitik, in die Abteilung zwei verlagert werden. Die Abteilung drei wird daher künftig nur noch für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit zuständig sein. Unverändert bleiben sollen die Zentralabteilung sowie die Abteilung sechs mit den Schwerpunkten europäische Agrar- und Fischereipolitik sowie internationale Zusammenarbeit.

Personelle Änderungen

Mit den organisatorischen Weichenstellungen ändet sich auch personell einiges. Der bisherige Leiter der Abteilung 2, Dr. Christian Grugel, wechselt ebenso wie der für den wirtschaftlichen Verbraucherschutz zuständige Unterabteilungsleiter, Dr. Rainer Metz, gemäß der Vereinbarung zwischen beiden Häusern in das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz.
 
Als Nachfolger von Grugel wird der bisherige Leiter des Leitungsstabs im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Klaus Heider, gehandelt. Dessen Posten soll Thomas Windmöller übernehmen, der bereits im Bundesverteidigungsministerium eng mit dem neuen Ressortchef Schmidt zusammengearbeitet hat. Leiter des Ministerbüros soll Dr. Michael Heut werden, der mit Ex-Minister Hans-Peter Friedrich in das Agrarressort gekommen war. Persönliche Referentin von Minister Schmidt soll die bisherige stellvertretende Pressesprecherin des Ministeriums, Mareike Enderle, werden.

Aufgabenschwerpunkte skizziert

Unterdessen hat Schmidt in einem Brief an die Mitarbeiter seines Hauses seine Aufgabenschwerpunkte skizziert. Neben der Entwicklung ländlicher Räume und dem Agrarexport nennt der Minister unter anderem die Ernährungsinformation und -bildung, die Transparenz in der Lebensmittelkette, die Lebensmittelsicherheit und -qualität sowie die Tiergesundheit.
 
Aktiv mitgestalten wolle man die gesellschaftliche Debatte über die landwirtschaftlichen Produktionsverfahren und das Konsumverhalten. Ein weiterer "wichtiger Markenkern" des Ministeriums seien globale Themen derWelternährung und des Ressourcenschutzes. Daneben bekräftigte Schmidt seinen Anspruch, die unterschiedlichen Aufgaben seines Ministeriums auch unter ethischen Gesichtspunkten zu beleuchten.
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