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Politik national

Agrarministerkonferenz: Bayern fordert Verdopplung der Hilfsgelder

pd/af
am
30.09.2015

Im Vorfeld der Agrarministerkonferenz in Fulda macht Bayerns Agrarminister Druck. Er fordert unter anderem eine Aufkaufaktion der Milchprodukte und eine Verdoppelung der bislang geplanten EU-Hilfsgelder.

Unter dem Vorsitz von Hessen finden sich heute wieder die Agrarminister zusammen. Auf der Konferenz in Fulda soll bis zum 2. Oktober endlich Klarheit über die konkrete Verteilung der Gelder aus dem EU-Hilfspaket geschaffen werden. Agrarminister Helmut Brunner macht bereits im Vorfeld Druck.

Soforthilfen und mittelfristige Maßnahmen gefordert

"Was bislang angeboten ist, reicht bei weitem nicht aus, um den unter Druck stehenden Milchmarkt zu stabilisieren", sagte der Minister im Vorfeld der Konferenz in München. Er will deshalb seine Länderkollegen dazu bewegen, gemeinschaftlich weitergehende Hilfen von Brüssel und Berlin einzufordern und dabei auch neue Denkansätze zu wagen.
 
"Wir brauchen eine kluge Kombination aus Soforthilfen und mittelfristig wirksamen Instrumenten", so Brunner. Mit Geld allein seien die Probleme nicht zu lösen. Die EU- Kommission müsse auch gezielte Eingriffe zur Entlastung der Märkte ins Auge fassen, um den Abwärtstrend bei den Preisen zu durchbrechen.

Das fordert Bayerns Agrarminister

Der Minister fordert eine nicht angekündigte, zeitlich begrenzte Aufkaufaktion für Milchprodukte. Zudem müsse Brüssel prüfen, ob Vorschläge wie ein freiwilliger Produktionsverzicht gegen Entschädigungszahlungen umsetzbar und finanzierbar sind.
Darüber hinaus zielt Bayerns Antrag auf eine Verdoppelung der bislang geplanten EU-Hilfsgelder, eine Ausweitung der Liquiditätshilfen, die Bereitstellung staatlicher Bürgschaften, eine Anhebung des Interventionspreises, eine bessere Absatzförderung und eine Aufstockung der Zuschüsse zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung ab.

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