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Wirtschaft

Agrarrohstoff-Index gibt weiter nach

AMI
am
30.08.2014

Bonn - Große Erntemengen bei Getreide und eine schwache Nachfrage nach Rind- und Schweinefleisch haben die Preise im August unter Druck gesetzt. Dies zeigt sich auch im Agrarrohstoff-Index der AMI.

Auch die Milcherzeugerpreise gaben saisonal weiter nach. Dadurch ist der von der AMI errechnete Index für deutsche Agrarrohstoffe im August 2014 um 2,4 Punkte auf 133,4 Punkte abgesackt. Besonders stark haben die Preise für Futtergetreide aufgrund des teils überreichlichen Angebotes nachgegeben. Demgegenüber bremst das sehr heterogene Angebot und die schwindende Abgabebereitschaft der Erzeuger den Preisrückgang für Qualitätsgetreide. Hierfür konnten sich zuletzt bereits wieder festere Kassapreise durchsetzen. Dagegen ist die Talfahrt der Rapspreise noch nicht zu Ende.

Erzeugerpreise für Milch nach wie vor rückläufig

Nachdem die Preise für Schlachtschweine im August fast durchweg stabil tendierten, hat sich der Markt zum Monatsende belebt und einen leichten Preisanstieg ermöglicht. Eine geringfügig festere Entwicklung erscheint für September realistisch. Festere Erzeugerpreise sind auch bei Jungbullen möglich, sofern sich die Nachfrage im September bei kühlerer Witterung wieder belebt.
Die Erzeugerpreise für Milch entwickeln sich in Folge der schwächeren Tendenzen an den Produktmärkten nach wie vor rückläufig. Ab August sind sie unter die Vorjahreslinie gesunken. Die sonst übliche Erholung der Milchpreise im Herbst zeichnet sich bislang - auch vor dem Hintergrund der möglichen Auswirkungen des russischen Importstopps - nicht ab. 

Marktreport: Spotmarktpreise für Milch kräftig gefallen (28. Aug)

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