Login
Wirtschaft

Agrarrohstoff-Index wieder stärker

AMI
am
06.03.2012

Bonn - Der Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) hat im Februar wieder aufgeholt. Er stieg um etwas mehr als 2 Prozent auf 138,2 Punkte an.

Der Agrarrohstoff-Index hat im Februar 2012 - nach einer kurzen Schwächephase im Dezember und Januar - wieder an Stärke gewonnen. Im Vergleich zum Januar ist der Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in der deutschen Landwirtschaft um etwas mehr als 2 Prozent auf 138,2 Punkte gestiegen. Damit kletterte der Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) für die 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe auf einen nahezu identischen Stand wie 12 Monate zuvor.

Nur Rohmilch saisonal bedingt schwächer

Die Ursachen für den erneuten Anstieg sind höhere monatliche Durchschnittspreise bei nahezu allen Agrarrohstoffen. Nur bei Rohmilch waren saisonal schwächere Preise zu verzeichnen. Vor allem die Preise für Brot- und Futterweizen sowie für Körnermais legten gegenüber dem Vormonat jeweils um knapp 6 Prozent zu. Deutlich gestiegen sind zudem die Preise für Schlachtkühe. Diese lagen um 23 Prozent höher als noch im Februar 2011 und auch Schlachtfärsen und Schlachtschweine verteuerten sich um 13 beziehungsweise 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Schweinepreise könnten erneut zulegen

Für den März rechnen die Marktteilnehmer weiterhin mit saisonalbedingt leicht rückläufigen Preisen bei Milch sowie stabilen bis festen Preistendenzen bei Getreide und Ölsaaten. Zumindest stabile Tendenzen dürften auch die Rindfleischpreise aufweisen. In der zweiten Monatshälfte wird mit einem steigenden Bedarf an Jungbullen gerechnet, da sich der Handel verstärkt mit Edelteilen für das Osterfest eindecken wird. Aufgrund des kleineren Schweineaufkommens und anziehender Preise in anderen EU-Staaten könnten im März auch die Schweinepreise in Deutschland zulegen.
 
Auch interessant