Login
Wirtschaft

Agrartechnik: Landwirte investieren wieder

pd
am
09.05.2011

Frankfurt - Zwei Jahre lang verzeichneten die deutschen Landtechnikhersteller rückläufige Umsätze. Das Blatt hat sich gewendet: 2011 herrscht wieder Vollauslastung.

Im ersten Quartal stieg der Branchenumsatz nach Angaben des VDMA Landtechnik um 30 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro. "Vor allem die Erntetechnik-Sparte hat ein enormes Aufholpotential, das derzeit voll ausgeschöpft wird", berichtet Gerd Wiesendorfer, Marktreferent beim VDMA. Die Auslastung der Produktionskapazität belief sich im April auf 91,5 Prozent und lag damit über dem Gesamtniveau des Maschinenbaus (88,8 Prozent). Dabei gelten bereits etwa 85 Prozent als Vollauslastung. Für das Jahr 2011 rechnet der VDMA Landtechnik mit einem Wachstum des Branchenumsatzes von 20 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro.

Traktorproduktion um 25 Prozent gesteigert

Die Traktorhersteller steigerten ihre Produktionsmenge von Januar bis März 2011 auf 14.050 Einheiten. Dies war ein Viertel mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg sogar um ein Drittel. Jeder vierte Traktor, der in Deutschland vom Band läuft, ist mit mindestens 150 PS Motorleistung ausgestattet. Neben Bestelltechnik und Erntemaschinen nahmen auch die Verkäufe von Technik für die Innenwirtschaft sowie für Transport und Logistik stark zu.
 
Bedeutende Impulse kommen in der derzeitigen Boomphase aus dem deutschen Markt. Die Traktorzulassungen lagen in den ersten drei Monaten um 45 Prozent über dem Vorjahr. Das Auftragsniveau für Landtechnik insgesamt liegt um die Hälfte über dem des Jahres 2010. Das Investitionsbarometer Agrar, an dem der VDMA beteiligt ist, zeigte bei der letzten Umfrage einen weiter steigenden Anteil der investierenden Landwirte und Lohnunternehmer in Bezug auf Maschinen und Traktoren.

Spürbare Belebung auf den Exportmärkten

Neben dem starken Inlandsgeschäft hat sich die Nachfrage in den Exportmärkten spürbar belebt. Seit Dezember letzten Jahres verzeichnen die Landtechnikunternehmen wieder hohe zweistellige Zuwachsraten aus dem Ausland. Dabei können sie auf eine kräftige Umsatzsteigerung in den großen Märkten Frankreich, USA und Russland setzen. 
Auch interessant