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Unwetterwarnung

Agrarwetter: Hier drohen Starkregen und Sturzfluten

In den kommenden Tagen kommt es zu teils kräftigen Gewittern und Regenfällen. Örtlich sind auch Unwetter möglich. Mit Vorschreiten des Wochenendes beruhigt sich das Wetter wieder.
am Donnerstag, 18.08.2022 - 12:03 (Jetzt kommentieren)

Bisher war der Sommer viel zu trocken. In den kommenden Tagen ist allerdings mehr Niederschlag angekündigt, als im gesamten Monat Juli fiel. Der Süden und der Osten müssen sich auf Starkregen und damit einhergehenden Sturzfluten einstellen.

In vielen Regionen in Deutschland warteten Landwirte im August vergeblich auf Regen. Die Agrarwetterstationen konnten vielerorts keinen Regen verzeichnen. Zum Wochenende wird sich das zumindest in einigen Regionen ändern. Über Mitteleuropa braut sich ein Tiefdruckgebiet zusammen, das uns Regen und teilweise heftige Gewitter bringt. Hier müssen Landwirte vorsichtig sein.

Am Donnerstag (18.08.) zieht ein Tiefdruckgebiet vom Mittelmeer bis zur Ostsee. Die feuchtwarme Luft über dem Mittelmeerraum transportiert feuchtnasse Luft nach Mitteleuropa und zu uns nach Deutschland.

Im Süden und im Osten macht sich Regen breit, der Norden und der Westen bleibt trocken. Am Alpenrand und in Teilen Bayerns ziehen Gewitter auf. Außerdem verstärkt sich der Regen am Abend auch im Osten. Am Alpenrand sowie im Osten könnten auch Sturzfluten drohen. Starkregen mit Überschwemmungen sind für Sachsen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vorhergesagt.

Im Westen fallen die Temperaturen auf 20 Grad. In den östlichsten Teilen der Republik und in den westlichen Mittelgebirgen steigt das Thermometer noch einmal auf 35 Grad.

Landwirte aufgepasst: Starkregen am Freitag erwartet

Der Süden und der Osten bekommen in der Nacht zu Freitag immer wieder Regen und Schauer ab. Die Niederschläge halten bis in die Morgenstunden an. Im Verlauf des Tages werden die Regenfälle stärker. Nördlich der Alpen warnen Meteorologen vor heftigem Starkregen.

In Südostbayern und im Nordosten müssen Landwirte vereinzelt auch mit Hagel und Sturmböen rechnen. Hier werden Regenmengen über 40 l/qm in einigen Stunden vorhergesagt. In Südostbayern hält der Dauerregen bis Samstagmorgen an. Dort sind Regenmengen zwischen 50 und 100 l/qm innerhalb von 24 Stunden möglich.

Die langanhaltende Trockenheit hat die Böden ausgetrocknet. Trockene Böden können die Gefahr von Sturzfluten deutlich erhöhen. Landwirte sollten hier also besonders gut aufpassen und ihre Geräte und Landmaschinen schon vorzeitig in Sicherheit bringen.

Im Osten und im Südosten wird es noch gefährlicher, dort kann es ordentlich blitzen und donnern.

Von Berlin bis Garmisch-Partenkirchen wird eine regelrechte Regenwand erwartet. Bedingt durch die Niederschläge werden nahe der Alpen gemäßigte Temperaturen von 15 Grad erwartet. Am Oberrhein erreicht das Thermometer die 32 Grad Marke.

Angesagter Regen wird Dürre nicht beseitigen

So sehr sich vielerorts Landwirte Regen wünschen – die kurzzeitigen Regenfälle werden die Dürre nicht beseitigen können. Durch die langanhaltende Trockenheit sind die Böden so hart und trocken, dass sie fast kein Wasser mehr aufnehmen können. Anstatt in den Böden anzukommen, wird das Wasser vermutlich in Flüssen und Meeren fließen oder in anderen Gewässern verschwinden.

Dominik Jung, Wetterexperte bei wetter.net zufolge wird es nach dem Wochenende auch „schon wieder vielfach trocken, sonnig und sehr warm“. Wenn es weitergeht, wie bisher, wird der Rekordsommer Wirklichkeit. „Es könnte in Deutschland der trockenste Sommer seit 1881 werden“, so Jung.

Der Klimawandel ist wohl in Deutschland angekommen. Dürre, langanhaltende Hitze und Starkregen – das sind Anzeichen des Klimawandels. Problematisch ist dabei, dass wärmere Luft mehr Wasser aufnimmt und dadurch mehr Regen entsteht.

Agrarwetter von agrarheute – auf Starkregen vorbereitet

Damit Sie auf alle Wetterereignisse gut vorbereitet sind, bieten wir Ihnen auf agrarheute das aktuelle Agrarwetter für die Bundesländer beziehungsweise die Kantone von Österreich und der Schweiz mit detaillierten Vorhersagen zu Temperaturen von Luft und Boden, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit.

Mit Material von DWD, Focus online, Berliner Kurier, wetter.net

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