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Wirtschaft

Agravis: Von Wachstum über Regionalprinzip bis Aflatoxin

pd
am
13.03.2013

Auf der Bilanzpressekonferenz der Agravis Raiffeisen AG ging es zum einen um die aktuellen Geschäftszahlen, aber auch um die Wichtigkeit des Regionalprinzips und Aflatoxine im Futter.

"Das Geschäftsjahr 2012 war fordernd - schwierig in der Prognose bis zum Jahresende - aber im Ergebnis sehr positiv. Wir sind mit dem Abschluss, einem Umsatzsprung auf 7,1 Milliarden Euro - einem erneuten Plus von zehn Prozent sehr zufrieden", betonte der Vorsitzende des Vorstandes der Agravis Raiffeisen AG, Clemens Große Frie, auf der Bilanzpressekonferenz. 
 
 
 
 
 
 
Der Umsatzsprung sei zu beachtlichen Teilen der Preisentwicklung an den Rohstoffmärken geschuldet, zu rund 20 Prozent Marktanteilsgewinnen, regionalem Zuwachs und Zukäufen. "Neben dem Umsatz konnte die Agravis auch beim Ergebnis vor Steuern ihre Wachstumskraft unterstreichen. Mit einem Ergebnis vor Steuern von knapp 50 Millionen Euro, ein Wachstum von drei Prozent, konnten wir die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen", so Große Frie.

Agravis: Verfechter des genossenschaftlichen Regionalprinzip

"Im deutschen Markt ist Bewegung, das zeigen auch unsere Akquisitionen der vergangenen Jahre - immerhin haben wir für knapp 900 Millionen Euro Umsatz hinzugekauft." In diesem Zusammenhang betonte Große Fries, wie wichtig das genossenschaftliche Regionalprinzip sei."Wir sind Verfechter des genossenschaftlichen Regionalprinzips. Akzeptiert vom Kartellamt haben wir als Branche die Möglichkeit, in regionalen Zuordnungen Geschäfte zu tätigen. Für uns ist dieses Regionalprinzip ein wichtiges Instrument, ein zu schützendes Merkmal unter allen genossenschaftlichen Marktbeteiligten. Dort wünschen wir uns eine klare Positionierung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV). Denn aus unserer Sicht - und jetzt spreche ich kurz als einer der Vize-Präsidenten des DRV - macht es wenig Sinn, diesen Vorteil wegen nicht nachvollziehbarer Süd-Nord-Befindlichkeiten aufzugeben", sagte Große Fries.

Kein serbischer Mais im Agravis Konzern

Aus aktuellem Anlass wurde auch das Thema "Aflatoxine" kommentiert. Dabei betont der Der Agravis-Konzern, dass er keine Mengen von dem serbischen Mais, der mit
Aflatoxin B 1 kontaminiert ist, gekauft habe. Desweiteren unterstützt die Agravis jede Forderung nach mehr staatlichen Kontrollen. Aber Große Fries stellte klar, dass Qualitätssicherung kein Wettbewerbsinstrument sein dürfe. Deshalb müssten diese Kontrollen dann auch national und europaweit gleich sein.
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