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Interview

ahdfa: So nutzt Jurymitglied Horsch Social Media

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am Donnerstag, 06.02.2020 - 10:20 (Jetzt kommentieren)

Social Media, Digitalisierung und Co.: Wohin geht der Onlinetrend in der Landwirtschaft? Wir haben Horsch-Unternehmenssprecher und ahdfa-Jurymitglied Daniel Brandt interviewt.

Daniel_Brand_Horsch

Die Firma Horsch ist Partner der agrarheute digital future awards. Wir haben mit Unternehmenssprecher Daniel Brandt über Social Media, Digitalisierung und wichtige Onlinetrends gesprochen.

 

Herr Brandt, die Firma Horsch ist Partner der agrarheute digital future awards, dem ersten deutschen Award für Blogger und Influencer aus der Landwirtschaft. Wie wichtig ist Ihrer Meinung denn Social Media für die Landwirtschaft?

Daniel Brandt: Ich denke, dass Social Media nicht mehr aus der Landwirtschaftskommunikation wegzudenken ist. Wie auch aus der gesamt gesellschaftlichen Kommunikation allgemein. Social Media hat gewisse Dinge in der Agrarkommunikation ja erst möglich gemacht. Die viel schnellere und ortsunabhängige Vernetzung von Landwirten ist nur ein Beispiel. 40.000 Landwirte und 10.000 Traktoren in Berlin – das hätte es doch ohne Social Media gar nicht geben können. Realistische Stimmen aus der Agrarbranche – die gäbe es ohne Social Media auch kaum. Die meisten Medien berichten aus Gründen der Reichweite, teil Unwissenheit und teils purer Boshaftigkeit (z.B. TAZ) immer noch oft eher negativ über die Branche. Also ist der Stellenwert von Facebook, Instagram, WhatsApp, Twitter und Co gar nicht hoch genug einzuschätzen!

Glauben Sie, dass die deutschen Landwirte gut vernetzt sind?

Daniel Brandt: Ich denke dass hier in den letzten Jahren unheimlich viel passiert ist und die Vernetzung ziemlich gut klappt. Also, bei mir persönlich ist es zum Beispiel auch so, dass ich Blogger und Landwirte entweder direkt ansprechen kann, weil ich die Leute kenne oder maximal über eine zweite Person gehen muss. Ich habe also einen sehr guten Eindruck zum Thema Vernetzung.

Wie setzen Sie Social Media - Facebook, Instagram, Blogs, Snapchat ...  - in Ihrem Unternehmen ein? 

Daniel Brandt: Horsch gehört ja fast zu den Pionieren von Social Media im Bereich mittelständischer Unternehmen. Unser Facebook-Kanal ist 9 Jahre alt! Wir gehören auch generell zu den Vorreitern, was neue Funktionen angeht und testen hier viel. Bei Social Media braucht es auch mal Mut neue Dinge zu probieren. Etwas klappt nicht. Kein Problem. Aufstehen und die nächste Idee anpacken. Meist klappt das, was wir uns vornehmen, ja sowieso hervorragend. Die Kombination aus dem starken Einsatz von Social Media und guten Kommunikationskampagnen hat auch dazu geführt, dass wir mit Horsch schon auf einigen Podien stehen durften und Vorträge auf großen Konferenzen zu diesem Thema halten durften.

Insgesamt sind wir inzwischen natürlich sehr spezifisch unterwegs. Auf Facebook decken wir alles ab. Auf Instagram spielen natürlich unsere beeindruckenden Produkte und Bildwelten eine große Rolle. Auf Twitter dominieren schnelle News. Auf Xing und LinkedIn sprechen wir Interessenten an. Insgesamt haben wir mit allen Ländern und allen Formaten nun über 30 Social Media Kanäle zu betreuen. Stolz sind wir übrigens darauf von Facebook nun auch den Blauen Haken bekommen zu haben, der uns ja als besonders gutes und interessantes Unternehmen adelt.

Was glauben Sie, wie wird sich die Online-Kommunikation entwickeln – wird es in Zukunft noch wichtiger werden, die Branche dort zu vertreten?

Daniel Brandt: Ich glaube, dass die Wichtigkeit von Social Media doch schon einen gewissen Peak erreicht hat! Für meinen Sohn zum Beispiel ist YouTube oder auch Messenger wie WhatsApp schon etwas ganz natürliches – mit 10 Jahren. Würde ich ihm schon Facebook erlauben, wäre es da wohl auch so. Die jungen Kollegen in meinem Team haben auch neue Komponenten wie Snapchat eingebracht. Und bei einer Zielgruppe wie Auszubildenden klappt auch das hervorragend. Denn ich möchte die Leute ja auf ihrem natürlichen Kommunikationsweg erreichen. Und das tue ich. Wer jetzt noch nicht auf Social Media ist, hat meines Erachtens eher ein großes Problem oder nutzt mindestens gewisse Chancen nicht! Ich persönlich finde es auch schrecklich, wenn ich Kollegen treffe, die immer noch auf keiner einzigen Plattform ein Profil haben.

Die letzte Frage betrifft Sie persönlich: Welchen Kanal nutzen Sie selber – und warum?

Daniel Brandt: Ich selbst nutze Facebook schon gefühlt ewig. 12 Jahre? Irgendwas in dem Bereich sollte es sein. Facebook ist aber quasi mein Familien- und Freunde-Kommunikationstools. Ich habe ziemlich wenig Facebook-Freunde, weil ich alle Menschen, die ich dort in mein Profil lasse, auch persönlich kenne und auch immer wieder persönlich treffe! Die lasse ich dann auch gerne an den Höhen und Tiefen und Alltäglichkeiten meines Lebens teilhaben, denn sie können die Inhalte ganz anders einschätzen als jemand, der mich nicht kennt.

Natürlich beteilige ich mich auch auf Facebook an öffentlichen Diskussion und scheue da auch nicht vor ehrlichen Worten oder Konflikten zurück! Das betrifft aber auch Twitter, wo ich auch partiell immer recht aktiv bin. Instagram mag ich sehr gerne – es ist noch ein wenig mehr heile Welt – schöne Bilder und insgesamt weniger Hass als auf allen anderen Plattformen.

Xing und LinkedIn sind im Business-Kontext sehr wichtig geworden – vor allem LinkedIN. Es hat Xing bei mir ziemlich verdrängt, weil LinkedIN einfach nicht nur deutsche Inhalte hat, sondern auch International sehr gut ist. Das einzige, was ich nur kurz angesehen habe und jetzt fast bekämpfe, ist TikTok, da man denen ja nun nachgewiesen hat, dass sie Inhalte von behinderten und eingeschränkten Menschen bewusst durch Redakteure unterdrücken und ausblenden.

Instagram-Post-Daniel Brand

Alle weiteren Infos rund um die agrarheute digital future awards findet ihr unter www.ahdfa.de oder bei Instagram unter ah_dfa und #ahdfa.

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