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Ernährung und Gesundheit

Aigner: Gutes Klimazeugnis für regionale Ökoprodukte

Externer Autor
am
02.01.2010

Berlin - Für einen umweltbewussten Konsum, der einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner die Verbraucher in Deutschland zum Kauf von regionalen Produkten ermuntert.

"Wenn wir uns alle gesund und ausgewogen ernähren würden, so wie es zum Beispiel mit der Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen wird, wäre das bereits ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz", erklärte Aigner. Die DGE empfiehlt unter anderem pro Kopf einen Fleisch- und Wurstkonsum von 300 g bis 600 g - pro Woche. Die Fleischverzehrsmenge in Deutschland wird pro Kopf hingegen auf jährlich gut 62 kg beziffert, was pro Woche einem Wert von etwa 1,2 kg entspricht.

Laut Aigner muss sich, "jeder an die eigene Nase fassen". Gesetzlich vorschreiben wolle man die gesunde Ernährung nicht. Wenn es um Klimaschutz und Lebensmitteleinkauf geht, so plädiert die CSU-Politikerin für heimische Produkte aus der Region, bei denen keine langen Transportwege nötig werden. "Wer ein Produkt mit Biosiegel kauft, das aus der Region stammt, verhält sich klimagerecht", sagte die Ministerin. Gleichzeitig räumte sie vor dem Hintergrund von Extensivierungs- und Intensivierungsbefürwortern in der Landwirtschaft ein, dass es "zwei Denkschulen" gebe.

Anlässlich der bevorstehenden Grünen Woche in Berlin, deren internationale Agrarministerkonferenz im Zeichen des Klimaschutzes steht, kündigte die Ministerin an, dass ihr Haus auch einen Beitrag leisten werde zu Fragen, "wie klimarelevant in einzelnen Betrieben die Produktion von einer Tonne Weizen oder einem Liter Milch ist". Es gehe darum, möglichst klimaverträgliche Produktionsweisen herauszufinden, ohne wichtige Aspekte wie die Ernährungssicherung, den Tierschutz und die Biodiversität aus dem Auge zu verlieren. (AgE)

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