Login
Politik national

Aigner will weiter für die deutschen Bauern kämpfen

von , am
01.07.2011

Koblenz - "Wir lassen unsere Gemüsebauern nicht im Stich", versrpach Agrarministerin Ilse Aigner den EHEC-geschädigten Landwirte auf dem Deutschen Bauerntag.

Ressortchefin Aigner erwartet zum Berliner Agrarministergipfel im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) mehr als 70 Amtskollegen aus der ganzen Welt. © bem
Dabei wies die Ministerin auf die von ihr erlassene Eilverordnung hin. Sie kritisierte, dass die Werbewirtschaft bei Verbrauchern oft falsche Emotionen wecke und dies weiter zu einem mangelndem Verständnis für die Landwirte führe. "Auch einige Verbände versuchen regelrecht einen Keil zwischen Landwirte und Verbraucher zu schieben und manchen Politikern geht es um politische Profilierung, und das ist schäbig", empörte sich die Ministerin über die Systemkritik der Agrarwirtschaft. Trotzdem rief sie die Landwirte auf, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen: "Ich versichere Ihnen, ich werde weiter für Sie kämpfen!", versprach sie den Landwirten auf dem Deutschen Bauerntag. "Groß gegen klein, konventionell gegen öko, das gibt es bei mir nicht!"
 
Verlässlichkeit und Planungssicherheit wichtig für Landwirte
 
Um den Dialog zwischen Landwirten und Verbrauchern zu fördern, wies sie auf die von ihr initiierte Charta Landwirtschaft hin, die sie im Herbst vorlegen wird. "Sie wird kein 'wünsch-Dir-was', an ihr will ich die Agrarpolitik der Zukunft ausrichten, erklärte die Ministerin. Dabei hoffe sie auf die Mitarbeit des Bauernverbandes, doch die Charta wird ihren Namen tragen. "Verlässlichkeit und Planungssicherheit sind für mich zwei wichtige Leitplanken, die wichtig für die Landwirte sind." Dabei hieße Verlässlichkeit nicht, dass alle Strukturen auf ewig so bleiben wie sie sind, erklärte Aigner und gab dabei Bundeskanzlerin Angela Merkel recht. Zur Risikoausgleichsrücklage konnte sie nichts Neues sagen, wies aber auf die Beratungsförderung hin.
 
"Wir machen bereits jetzt Landwirtschaft mit der Natur und nicht gegen die Natur", betonte die Ministerin im Hinblick auf das von EU-Kommissar Dacion Ciolos geforderte Greening der GAP. Die Größe eines Betriebes sei dabei für die Erbringung von Leistungen für das Gemeinwohl nicht entscheidend. In ihrer Ansprache betonte die Agrarministerin auch die Herausforderungen, die sich durch den beschlossenen Atomausstieg ergeben. Land- und Energiewirte brauchen in diesem Bereich Verlässlichkeit um am Ausbau der alternativen Energien ihren Beitrag zu leisten.
 
Kompetente Fachkrafte sind Schlüssel zum Erfolg
 
Zum Schluss wies sie auf den starken Wirtschaftsstandort Deutschland hin. "Jeder vierte Euro im Ernährungssektor wird durch Export erzielt". Ganz besonders freute sie sich dabei über die steigenden Milchexporte, die im letzten Jahr um 20 Prozent auf 7,3 Millionen Euro gesteigert wurden. Der Schlüssel zum Erfolg seien die Kompetenz unserer Fachkräfte, erklärte sie zum Schluss und wies dabei nochmals auf die tollen Leistungen der Teilnehmer des Berufswettbewerbes hin.
Auch interessant