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Glyphosat

Aldi-Süd setzt strengere Höchstwerte für Glyphosat-Rückstände

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Julia Eder, agrarheute
am
07.03.2017

Aldi Süd setzt in einem Brief an Lieferanten eigene Rückstands-Höchstwerte für Glyphosat fest. Sie liegen zum Teil bei nur zehn Prozent des gesetzlichen Werts.

In einem Brief von Aldi Süd an die Lieferanten, den die NGO Foodwatch veröffentlicht hat, schreibt Aldi Süd: "Mögliche gesundheitliche Risiken von Glyphosat sowie die Auswirkungen auf die Umwelt sind stark umstritten (...). Aus diesem Grund fordern wir Sie auf, nach dem ALARA-Prinzip (as low as reasonably achievable) Maßnahmen zur Reduzierung der Glyphosatgehalte in den an Aldi Süd gelieferten Eigenmarken zu ergreifen."

Glyphosat-Rückstand: Maximal 20 Prozent des gesetzlichen Höchstwerts

Aldi Süd setzt in dem Brief konkrete Zielwerte:

  • Beträgt der EU-Rückstandshöchstgehalt maximal 0,1 mg/kg, so sollen die Aldi-Lieferanten maximal zehn Prozent davon, also 0,01 mg/kg, erreichen
  • Beträgt der EU-Rückstandshöchstgehalt maximal 0,05 bis 0,09 mg/kg, so sollen die Lieferanten maximal 20 Prozent davon erreichen.

Wo es keine EU-Höchstwerte gibt, gibt Aldi Süd folgende Orientierungswerte vor:

  • maximal 0,2 mg/kg bei Frühstückscerealien
  • maximal 0,05 mg/kg bei allen anderen Erzeugnissen

Ende 2017 läuft die EU-Zulassung ab, eine Europäische Bürgerinitiative will ein Verbot erwirken.

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