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Dorf und Familie

Alter Pflug neu genutzt und sind Hühnereier bald teurer als Überraschungseier?

Externer Autor ,
am
23.03.2012

Sind Eier zu teuer? Hygienische Kälberboxen, mit Holz oder Kunststoff? Dazu herrlich geschriebene Erfahrungen einer Melkerin auf Landlive.de.

Alte Technik neu genutzt - Fortschritt B201
 
Darky berichtet in diesem Thema über seine neueste Errungenschaft: "Das es nicht immer neue Technik sein muss, will ich im folgenden zeigen. Ich habe nach einer zusätzlichen Möglichkeit gesucht, um Beikraut zu regulieren. Der Stoppelhobel war eine Option aber für meine Begriffe zu teuer und unpraktisch.  Meine Lösung war es, einen alten B201 zu besorgen und diesen um zubauen. Das Ergebnis lässt sich sehen und ist ein 6+1 Schar Onland-Beetpflug geworden (das 7. Schar kann man hydraulisch ausklappen wenns mal eng wird), der hydraulisch steingesichert ist und mit 3m Arbeitsbreite extrem leicht zügig ist.  Das Arbeitsergebnis ist ab 8cm sehr gut und die Überlappung für ein Durchschneiden ausreichend. Der Pflug wurde zerlegt und der Rahmen versteift, der Rahmen verlängert und ein zweites Tastrad montiert. Der Pflug soll, und das tut er auch, die obenen paar cm abschneiden und wieder ablegen.Wenden ist nicht so wichtig wie das saubere Abschneiden, ab 8cm wendet er aber auch sauber. Sinnvoll ist der Einsatz vor allem nach dem Dreschen wenn danach gleich wieder Zwischenfrucht drauf soll...dann verdorrt das unkraut schnell und bekommt nicht den Wachstumsschub wie sonst wenn die Konkurenz des Getreides wegfällt" Darky hat stößt mit seinem Bericht auf ein sehr positives Echo der Landliveuser.

Hühnereier bald teurer als Überraschungseier?

User schreibt provokant: "50 Cent pro Kilo Ei vor einem Jahr (2011) und jetzt 190 Cent. Der Rohstoff Ei wird zu teuer für die Verbraucher.Die Eierkriese schwächt die Wirtschaft, was nun?" Freisinger kontert: "Na und....was da schlecht dran,wenn Lebensmittel(auch Eier gehören dazu)endlich mal das kosten,was sie wert sind? Das Ei gehörte lange genug in die Kategorie Ramschware." Auch Schaumburger schließt sich an: "Na und....was da schlecht dran,wenn Lebensmittel(auch Eier gehören dazu)endlich mal das kosten,was sie wert sind? Das Ei gehörte lange genug in die Kategorie Ramschware."  Das Statement von CaseIH1445XL bringt die Meinung der meisten Mitglieder auf den Punkt: "wir sind uns doch einig, dass die meisten von uns, in unserer heutigen Wegwerfgesellschaft, viel zu viel Geld für Dinge ausgeben, die völlig unwichtig sind. Das beste Beispiel ist immer noch Unterhaltungstechnik. Alle zwei Jahre ein neues Smartphone, eine neues Laptop, und dann darf natürlich auch nicht der neueste Flachbildfernseher fehlen (den hat ja mitlerweile fast jeder Hartz4 Emfpänger im Wohnzimmer stehen). Da fragt doch auch niemand nach dem Preis. Und jetzt wird auf einmal behauptet, ein Nahrungsmittel sei so teuer, dass es für den Konsumenten nicht mehr bezahlbar sei? Das hört sich ja fast so an, als müssten die Menschen in Deutschland hungern weil sich sich keine Eier mehr leisten können" Insgesamt meinen 91% der Mitglieder die eine Stimme abgegeben haben das Eier nicht zu teuer sind.

Irritationen bezügl. Keimabtötung

Divina fragt folgendes im Bezug auf einen Artikel in der Welt: "Bei der Kälberhygiene heisst es meistens, dass sich Durchfallerreger /Keime u.ä. auf HOLZ lange halten, bzw. gut vermehren. In der Küche ist es aber genau umgekehrt! --> Schneidbretter aus Holz vs. Kunststoff Wie genau unterscheiden sich die Keime von Küche (Fleisch, Geflügel, Fisch, etc.) von denen im Stall (mal abgesehen, von den "Fäkal-Erregern")." Matthias vermutet: "Ich denke es gibt zwischen dem Schneidebrett und der Kälberbox ein paar Unterschiede. Bei den Kälberboxen ist es ja so das die Oberflächen von Kunststoff und Metall eher Glatt sind, wenig Oberfläche für Keime bieten und einfach zu reinigen sind . Holz ist schwierig mit dem Hochdruckreiniger sauber zu halten, ist immer etwas Feucht und wird mit der Zeit immer rauer. Bei Schneidebrettern ist ja immer das Problem das durch das Schneiden raue Oberflächen entstehen. Schneidebretter werden auch selten desinfiziert oder in der Sonne getrocknet (UV Strahlen töten auch Keime)" Auch Notill meint "Holz ist im allgemeinen kein Problem, wichtig ist nur, das es Trocken ist, also auch trocknen kann. In einer Metzgerei, hat es kaum eine Chance zu trocknen... wo da ein Kunsstoffbrett besser sein soll? Der einzige Vorteil von Kunsstoff, ist der, das es höhere Belastungen durch Heisswasser verträgt, ohne kaputt zu gehen. Bei Messern ist ein gegossener Kunsstoffgriff, dem angenieteten Holzgriff durch fehlende Fugen im Vorteil. Bei der Kälbergesundheit könnte ich mir vorstellen, das der Standort der Kälberbox auch einen Einfluß auf die Gesundheit hat... wenn die Iglus in der prallen Sonne sich aufheizen, oder in einer ewig feuchten Ecke im hinteren Winkel nie was trocknet... das spielt wohl alles eine Rolle. Meistens kommen die Iglus doch dorthin, wo sie nicht im Wege sind... und dann ist es wohl schon fast Glück, wenn die Lage passt." TerraGator zitiert einen Forschungsbericht: "Holz auch im Krankenhaus unbedenklich! Basierend auf diesen Forschungsergebnissen hat das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Uni-Klinik Freiburg den Einsatz von Kiefernkernholz im Krankenhaus getestet. Dabei zeigte sich, dass das Hygiene-Holz sowohl mit als auch ohne Desinfektionsmittel deutlich weniger Keime aufwies als Kunststoffoberflächen. Damit bestätigt die Studie die antibakterielle Wirkung von Kiefernkernholz. "Aus hygienischer Sicht steht einem Einsatz von Holz im Krankenhaus nichts im Weg. Mit der Begründung, Holz sei unhygienisch, wurde es bisher in Krankenhäusern weitgehend durch glatte Kunststoffoberflächen ersetzt."

Totgeburten bei Kalbinnen

Daniel1 hat folgendes Problem: "Wir haben seit letzten Dezember viele Totgeburten bei unseren Kalbinnen. Auf die letzten 10 Kalbungen waren 6 Totgeburten dabei. Bei jeder Kalbung war jemand dabei und hat die Geburt unterstützt doch bei den Totgeburten kam jedes mal nach dem Kalb die Nachgeburt mit raus. Die Nabelschnur war noch zwischen Kalb und Nachgeburt intakt. Die Kalbinnen haben zum errechneten Termin gekalbt ( + - 4 Tage). Die Kälber sind Bullenkälber sowie auch Kuhkälber von unterschiedlichen Bullen. Bei zwei Kalbinnen haben wir Blut untersuchen lassen. Es wurde keine Krankheit sowie auch kein Mangel an Spurenelementen festgestellt. Die Kalbinnen laufen etwa 2 Wochen vor dem Geburtstermin mit der melkenden Herde mit bei der es keine derartigen Probleme gibt." Schussel schreibt: "Schmallenberg-Virus wäre denkbar. Ich habe aber gehört, das wegen der längeren Tragzeit bei Kälbern dieser schwer nachweisbar sein soll. Stimmt das?" Darauf antwortet Viehdokter: "nein ! Das Virus ist im Kalb nachweisbar ! Der TGD Bayern hat im Bauernblatt darauf verwiesen, daß die toten und mißgebildeten Kälber schnellsten in Plastiksäcken verpackt werden sollen, daß die Stechmücken keine Chance habe, das Virus wieder aufzunehmen. Scheinbar überwintert das Virus nicht in der Mücke oder in der Umwelt. In der Kuh ist nach 6 Tage Virämie (Virus im Blut, evtl. mit Krankheitssymptomen) kein Virus mehr zu finden !je frischer das tote Kalb im Labor ankommt, um so besser ist es !! Weil der Gammel (die bakterielle Zersetzung) auch den Virusnachweis negativ beeinflußt! Also das tote Kalb ins Auto gepackt und ab ins Labor !"

Blogbeiträge der Woche

Im Blog "Mein Leben als Melkerin" hat uns sukeika68 auch diese Woche wieder mit ihrer in köstlich trockener Art geschriebenen Beiträgen beglückt.
 
1. Freigang:
also, nachdem vorgestern unser Jungbauer (10 Jahre) vergessen hat das Tor zu schlieesen und die Kühe das Weite gesucht haben. Gott sei Dank konnten alle wieder eingefangen werden...hatten sie Heute ihren ersten Weidegang des Jahres. Sie waren danach viel ausgeglichener, haben ordentlich Milch gegeben und ich war ruck zuck fertig mit der Bande...
 
2. kackende Schlägerbräute...
und randalieren tun sie auch noch. also heute war die 2. Melkzeit echt der Hammer, denn heute Morgen war der Klauenpfleger da. Ich weiss ja nicht was mit den Kühen los war, aber so viel wie heute haben sie noch nie gekackt,  in den Melkstand meine ich. Auch wenn sie nun pedikürt, lackiert und sogar einige mit High Heels rumlaufen, waren sie heute nicht zu geniessen...
mehr hier   http://agrarheute.landlive.de/blogs/entries/5116/

3. Gehänge...
ja, nun ist es ja bei uns so das in jeder Gruppe.....1 Bulle dabei ist. 2 Gruppen die *gesund* sind.....also 2 Bullen. Und weil die Bullen mit in der Gruppe sind kommen sie auch mit in den Melkstand rein. Und wenn man dann Morgens um halb 5 noch nicht so richtig wach ist, kann es dann schon mal passieren, das der *Schlafschleier* den Bullen nicht klar zu erkennen gibt, vor allem wenn man die zu melkende Reihe von hinten her abarbeitet. Ich denke der Bulle hat sich tierisch gefreut als ich ihm heute Morgen an seine Glocken griff. Der ging gleich in die Knie. Die sind aber auch gross....
mehr hier  http://agrarheute.landlive.de/blogs/entries/5125/

weitere interessante Themen der letzten Woche

Stalldungstreuer / Silierwagen mit Triebachse
http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/40794/page/1/

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