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Dorf und Familie

Altersarmut bei Landfrauen befürchtet

AgE
am
04.05.2011

Berlin - Vor einer drohenden Altersarmut bei Landfrauen hat die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv), Brigitte Scherb, gewarnt.

Anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai erklärte die Präsidentin, viele Frauen in ländlichen Regionen hätten neben einem Teilzeitjob im erlernten Beruf die Nebenerwerbslandwirtschaft und Zusatzeinkommen auf selbstständiger Basis. Wichtig sei, dass diese Arbeitsformen in der Summe existenzsichernd seien und die Altersvorsorge dabei nicht außen vor bleibe.
 
Die traditionellen sozialen Systeme zur Alterssicherung fingen den Wandel bei Arbeit und Beschäftigung aber nur bedingt auf. Lediglich wenige Berufsgruppen der Selbstständigen seien kraft Gesetz rentenpflichtversichert. "Wenn hier nicht gegengesteuert wird, werden wir uns künftig mit Altersarmut als gesamtgesellschaftlichem Problem auseinandersetzen müssen", warnte Scherb. 

Faire Löhne, Gute Arbeit, Soziale Sicherheit

Als Ausweg sieht die Präsidentin die Einführung einer Rentenversicherungspflicht für alle Erwerbstätigen. Auf der anderen Seite erwartet der dlv, dass diejenigen Selbstständigen von der Gesellschaft Unterstützung erhalten, die mit ihren Produkten am Markt keine großen Überschüsse erzielen können, obwohl der Bedarf dafür vorhanden ist. Das gelte beispielsweise für landwirtschaftliche Produkte oder soziale Dienstleistungen.
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