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Wirtschaft

AMI-Rohstoffindex im Juni wenig verändert

AMI
am
08.07.2011

Bonn - Der Agrarrohstoff-Index der AMI für die wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe hat sich im Juni auf dem bis dahin erreichten Niveau behauptet.

Mit 142,5 Indexpunkten lag der Wert für die 13 im Index der Agrarmarkt-Informations-GmbH (AMI) enthaltenen Agrarprodukte um 0,3 Punkte unter dem Wert vom Mai. Mit dem aktuellen Niveau bewegen sich die deutschen Rohstoffpreise nur knapp unter dem bisherigen Höchststand vom Frühjahr 2008, als der Index auf fast 144 Punkte geklettert war.
 
 

Verschiedene Trends bei einzelnen Produktgruppen

Während die Milchpreise weiter zulegten, kam bei alterntigem Brotgetreide im Monatsverlauf Preisdruck auf. Hintergrund war vor allem das Ende des russischen Exportstopps für Getreide auf den die Termin- und Kassamärkte weltweit mit einem deutlichen Preisrückgang reagierten. Umgekehrt sorgte aber die knappe Angebotslage dafür, dass sich die Preise für Futtergetreide und Braugerste im Juni weiter verteuerten. Bei Fleisch standen leicht sinkenden Rindfleischpreisen weiter anziehende Geflügelpreise gegenüber, während die Erzeugerpreise für Schweinefleisch bisher nicht von der laufenden Grillsaison profitieren konnten und unverändert notierten.

Unsicherheit bei Getreide und Ölsaaten

Für den Juli rechnen Marktteilnehmer mit stabilen bis festeren Preisen für Fleisch und Milch. Bei Getreide und Ölsaaten hat die Unsicherheit über den weiteren Preisverlauf eher weiter zugenommen, da die Terminmärkte in den letzten Wochen immer nervöser auf neue Ernte- und Bestandsschätzungen reagierten. Trotz der sich immer konkreter abzeichnenden Ertragsschäden in Europa und insbesondere in Deutschland, können daher weiter nachgebende Kurse in den kommenden Wochen nicht ausgeschlossen werden.
 
Die AMI hat den Index für die Preisentwicklung bei den wichtigsten Agrar- und Nahrungsmittelrohstoffen in Deutschland entwickelt, um für mehr Transparenz an den landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten zu sorgen. Dieser Index umfasst die wichtigsten landwirtschaftlichen Hauptprodukte und ist dadurch ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik in der deutschen Landwirtschaft. Der Index wird monatlich veröffentlicht.
 
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