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Wirtschaft

AMI-Rohstoffindex klettert weiter nach oben

Externer Autor
am
01.10.2012

Bonn - Der Anstieg des AMI-Rohstoffindex vom August konnte jetzt nochmals um 2,8 Punkte getoppt werden und liegt nun bei 146 Punkten. Auftrieb gaben vor allem die Weizen- und Schweinepreise.

Im September stiegen die Preise für Agrarrohstoffe in Deutschland im Vergleich zum Vormonat um zwei Prozent an. Der Rohstoffindex der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) erreichte mit 146,5 Punkten ein neues Hoch und lag damit fünf Prozent über dem Vorjahreswert.
 
 
 
 
 
Höhere Erzeugerpreise für Brot- und Futterweizen sowie für Schlachtschweine haben dem Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in der deutschen Landwirtschaft erneut einen Auftrieb verschafft.

Schweinpreis erreichte Rekordhöhe

Insbesondere der Schweinepreis legte im September eine Preisrallye hin. Bedingt durch das kleinere Schlachtaufkommen und die regen Nachfrageimpulse aus dem In- und Ausland erreichte der Vereinigungspreis für Schlachtschweine der Handelsklasse E mit 1,93 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht zwischenzeitlich einen Rekord. Preisstützend wirkten sich zudem die umfangreichen Getreideexporte auf den Rohstoff-Index aus.

Prognose: Milcherzeugerpreise erholen sich

Im Oktober gehen die Marktbeteiligten von einer weiteren Erholung der Milcherzeugerpreise aus. Mit der Normalisierung der Milchanlieferung haben sich die zuvor unter Druck geratenen Märkte zunehmend entspannt.
 
Im Zuge der Sortimentsumstellung des Lebensmitteleinzelhandels hin zu deftigen Brat- und Schmorartikeln wird zudem mit einer Nachfragebelebung nach Rindfleisch gerechnet. Somit kann von festeren bis leicht steigenden Rindfleischpreisen ausgegangen werden. Anders sieht die Situation bei Getreide aus.
 
Nicht nur die abwartende Nachfrage, sondern auch die bevorstehende Maisernte, die zwar in Deutschland voraussichtlich unter dem Rekordergebnis des Vorjahres liegen wird, könnte Druck auf die Erzeugerpreise ausüben.
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