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Gefährliche Situation

Amoklauf eines Jungbullen: Passanten flüchten

Jungbullen im Duell auf einer Wiese
am Dienstag, 11.05.2021 - 10:16 (2 Kommentare)

Ein Jungbulle ist am Samstag in Schleswig-Holstein auf Passanten und die Polizei losgegangen. Er rammte einen Streifenwagen und stieß einen Radfahrer zu Boden.

Wie die Polizeidirektion Ratzeburg berichtet, meldeten mehrere Spaziergänger im Waldgebiet Hahnheide der Gemeinde Trittau in Schleswig-Holstein am Samstagmorgen ein freilaufendes Rind.

Daraufhin machten sich Beamte auf die Suche nach dem Tier, konnten dieses aber zunächst nicht auffinden. Auch Anfragen bei örtlich ansässigen Landwirten ergaben keine Hinweise auf ein vermisstes Tier.

Immer aggressiver: Jungbulle startet Amoklauf

Gegen 11:00 Uhr meldeten Einwohner aus Hamfelde dem Polizeinotruf dann einen Jungbullen in der Dorfstraße. Als die Beamten den Einsatzort erreichten, trafen sie auf einen Anwohner, der versuchte, das Tier auf einem Privatgrundstück in Schach zu halten. Der Versuch, den Bullen festzuhalten, gelang auch mithilfe der Kollegen nicht und das Tier rannte zurück auf die Straße, berichtet die Polizei.

Der Jungbulle sei zunehmend aggressiver geworden. Zum Schutz der Passanten begleiteten die Polizeibeamten das Tier durch den Ort und warnten über Außenlautsprecher.

Jungbulle: Gefahr für Polizist und Mutter mit Kinderwagen

Bevor der Bulle auf eine vielbefahrene Landstraße gelangen konnte, stellten sich die Beamten dem Tier entgegen und ihren Streifenwagen quer vor die Kreuzung. Der Jungbulle rannte nun auf einen Beamten zu, der sich durch einen Sprung in Sicherheit bringen konnte und sich dabei leicht verletzte.

Der Bulle rammte das Heck des abgestellten Streifenwagens und beschädigte diesen erheblich, bevor er zurück in die Dorfstraße lief und auch hier Menschen gefährdete, indem er auf diese direkt zugelaufen kam. Eine Mutter mit Kinderwagen konnte sich erst im letzten Moment hinter einem abgestellten Fahrzeug in Sicherheit bringen.

Entlaufener Bulle stößt Mann vom Fahrrad

Der Bulle flüchtete durch einen Garten in das angrenzende Waldgebiet. Auf einem Waldweg rannte das Tier auf zwei Radfahrer zu und stieß einen der beiden von seinem Rad. Der Mann blieb unverletzt, sein Fahrrad wurde beschädigt. Auf einer nahegelegenen Anhöhe blieb das Tier plötzlich stehen. Um weitere Gefahren durch den Jungbullen auszuschließen, habe man das Tier erschossen, erklären die Polizeibeamten.

Der betroffene Landwirt konnte ermittelt werden. Warum das Tier von seiner Weide entkommen konnte, ist bisher ungeklärt. Die Höhe der verursachten Sachschäden steht noch nicht fest.

Mit Material von Polizeidirektion Ratzeburg

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