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Wirtschaft

Analysen und Echtzeitkurse: Heute neu im Marktkompass

pd
am
22.05.2012

Testen Sie die Beta-Version unseres dlv-Marktkompass - kostenlos. Heute neu: Weizen- und Körnermaispreise steigen, neuerntige Futtergerste wird teurer.

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Weizen: Tendenz fest 

In wenigen Tagen hat die Stimmung am Weizenmarkt völlig gedreht. Den Ausschlag haben Meldungen über trockenheitsbedingte Produktionsausfälle in den wichtigsten südrussischen Weizenanbaugebieten gegeben. Zusammen mit den bereits bekannten Produktionsausfällen in der Ukraine (Auswinterung) und in Kasachstan (Trockenheit) schrumpft das Exportpotential der Schwarzmeerländer für die kommende Ernte damit deutlich. Die Folge sind höhere Weizenpreise am Weltmarkt und in Europa wie der aktuelle Preissprung verdeutlich hat.
 
Analysten haben auf diese Konstellation am Weizenmarkt bereits reagiert und ihre Preisprognosen ebenfalls nach oben geschraubt. 

Körnermais: Tendenz fest

Am Maismarkt folgen die Preise der aktuellen Entwicklung beim Weizen. Zudem werden auch aus den USA erste Befürchtungen über trockenheitsbedingte Produktionseinbußen laut. In den Bundesstaaten Iowa, Illinois und Indiana werden etwa 40 Prozent des US-Mais erzeugt, die Temperaturen dort liegen jedoch nach Meldungen von Wetterbeobachtern seit Monaten deutlich über den Normalwerten. Bislang geht man für die USA allerdings von der größten Ernte seit 75 Jahren aus mit unmittelbaren Folgen für das verfügbare Angebot am Weltmarkt. Allerdings könnte der offenbar sehr kräftig wachsende chinesische Importbedarf die Preise dennoch auf hohem Niveau halten.
 
Die deutsche Maisernte könnte auf Basis der durch den Umbruch neu hinzugekommenen Flächen fast die vorjährige Rekordmenge von 5,1 Millionen Tonnen erreichen.

Braugerste: Tendenz fest

Das deutsche Angebot an Sommergerste wird in der kommenden Saison groß sein. Wegen der umgebrochenen Wintergetreideflächen wächst der Sommergerstenbau gegenüber dem Vorjahr um 80.000 Hektar. Die vom DRV erwartete Erntemenge liegt bei 2,44 Mio. t und damit fast 20 Prozent (400.000 Tonnen) über der Vorjahresproduktion. Zu dem deutschen Produktionswachstum kommt noch die ebenso starke Flächenausweitung in Frankreich.
 
Das Angebot an Futtergerste wird hingegen auch im kommenden Jahr knapp sein. Auch die gesamte Produktion von Winter- und Sommergerste deckt nicht den Inlandsbedarf an Gerste von 10,5 bis elf Millionen Tonnen (BLE).
 
Am Terminmarkt konnten Braugerstenpreise mit den übrigen Getreidepreisen zulegen. Futtergerste zur Anlieferung im Mai kostete in Hamburg am Montag (21.05) 220 Euro/t und damit ebenso viel wie letzte Woche. Futtergerste der neuen Ernte (September) wurde für 202 Euro/t und damit neun Euro teurer als vor einer Woche gehandelt.

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