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Dorf und Familie

Anschläge auf Häcksler, junge Bullen und Mengensteuerung

Matthias Ludwig
am
09.10.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Wo liegen die Ursachen in den Anschlägen auf Maishäcksler? Sind Besamungsbullen oft zu jung? Und bringen jetzt die Grünen die Mengensteuerung?

Häckseln mit Claas Jaguar. © Landliveuser Jacob95
Anschläge auf Häcksler
 
Johnny8410 kommentiert einen agrarheuteartikel: "Wie kaltblütig muss man eigentlich sein, um bewusst Verletzungen oder Schlimmeres in Kauf zu nehmen? "
 
Kasparow meint: "Ganz ehrlich, wundert dich das ? Also mich nicht, mich wundert eher dass das nicht flächendeckend so passiert. Eine Folge verfehlter Agrarpolitik ."
 
Auf die Aussage von Kartoffelkopf: "Entweder sind das Neidkollegen, die wegen Pacht etc. Revanche üben. Oder es sind Menschen aus der Gesellschaft welche sich wehren gegen die aus ihrer Sicht Verhunzung der Landschaft. In der Tat wird im Biogasbereich echt Schindluder getrieben mit der Umwelt. Wegen 10% weniger Ertrag wird auf Blühmischungen (was in der Bevölkerung gut ankommen würden)verzichtet und statt dessen Maiswüsten angepflanzt. Da wundert es doch nicht dass der Einzelne ohnmächtig daneben steht," schreibt Mett: "Ja natüüüürlich, die Biogaser sind schuld.  Bauen die auf ihrem Land doch glatt das an, was am Besten zu ihrem Betrieb paßt. Wieviel Mais wird eigentlich von den Komamelkern verfüttert,  um die Überproduktion der Milch hoch zu halten!?"

Bullen zu jung ?

grimmig schreibt: "Mir fällt auf, dass die gen. Jungbullen immer jünger auf den Märkten angeboten werden und oft schon mit einem Alter von einem Jahr abgesamt werden. Wir haben in letzter Zeit teilweise recht schlechte Erfahrungen mit solch heißen Aktien gemacht. Kann es sein, dass bei einem einjährigen Bullen der Samen noch nicht reif ist? Die Erfahrung mit unseren Natursprungbullen hat uns gelehrt, dass die immer erst mit einem Alter von 15-16 Monaten erfolgreich befruchtet haben."
 
Hessenfleckvieh antwortet: " Sicherlich ist es heute so, dass der Zeitdruck bei den Jungvererbern zugenommen hat. Wenn ein Stier mit guten Zahlen da ist, dann scharren die Stationen mit den Füßen, bis der Bulle denn auf den Markt kommt, und wenn ein sehr guter Bulle über den Markt gegangen ist, scharren die Züchter mit den Füßen, wann denn endlich Sperma verfügbar ist. Früher hatten die Stationen da mehr Ruhe zum Arbeiten! Dennoch gilt für alle Anbieter der Anspruch, nur einwandfreies, untersuchtes Qualitäts-Sperma auf den Markt zu bringen, und ich behaupte, dass auch im Jahr 2015 alle bekannten Adressen diesem Anspruch gerecht werden. Deine Anfrage bezieht sich aber vornehmlich auf Fleckviehbullen, da diese ja über Märkte gehandelt werden. Das wundert mich, denn die von dir so geschätzten Holstein-Jungvererber haben noch viel mehr Zeit- Druck im Nacken. Einer der aktuellen SpitzenvererberAPOLL P mit 161/153 hatte am ersten Geburtstag schon verfügbares Sperma, und wurde vermarktet. Im Holsteinbereich "verlieren" die Jungvererber enorm schnell an Wert, ein Bulle, von dem jetzt im Oktober die ersten Kälber gebornen werden, ist sicher als Bullenvater längst "out"!! Daher zählt da jede Lebens-Woche im Spermageschäft ..."
 
Und werner68 meint: "Kann nur von Braunvieh Vererbern sprechen. Huray13 Jahre, Juleng 12 Jahre, Jusuv 10 Jahre. Die halten ihr Niveau eine Weile durch. Kann sein durch die verbesserten Haltungsbedingungen. Es wir sicher welche geben, die früher ausscheiden. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die älter werden wie früher."

AMK/Milch: Grüne zwingen Mengensteuerung auf den Tisch

rocknrolldirk  kommentiert ebenfalls einen Beitrag auf agrarheute.com: "Die Grünen sind für eine Mengenreduktion! Ist ja toll, jeder der denken kann weiß, was das heißt und was uns BdM und AbL da herbeiprotestiert haben. Natürlich wollen die Grünen eine Mengenreduktion, sie sind ja auch mehr und mehr gegen Tierhaltung. Wer von den BdM- Flachpfeifen denkt, dass dabei die Preise steigen, wird sich wundern. Das Bild, dass die Protestler dabei in die Öffentlichkeit protestieren ist: "Milch macht doof!". Ob das geeignet ist, Menschen vom Milchkonsum zu überzeugen, bleibt abzuwarten ..." 
 
Cuxman schreibt dazu:" Die können das noch so oft auf den Tisch kriegen, es wird sich doch keiner bereit erklären, die Suppe auszulöffeln. Das müssen die Bauern alleine schlucken. Allenfalls wird das ganze noch mit Liquiditätshilfen und Interventionsprogrammen etwas verwässert und verlängert. Da kann man sich dann wie ein Suppenkasper aufführen oder der Realität ins Auge sehen und das für sich selbst beste Rezept suchen."
 
Und Doptrebo antwortet: "Das Problem ist, dass jeder vom anderen fordert, weniger zu produzieren ... Keiner setzt bei sich selbst an ..."
 
Dazu meint nurich: "Nein, das Problem ist nicht, dass jeder vom anderen fordert. Das Problem ist, dass jeder meint, überall muss alles möglich sein, und unsere Förderpolitik dies auch noch unterstützt. Jeder muß für sich sehen, wie er seine Produktionsfaktoren möglichst optimal nutzt. Und wenn Betriebe für 30 Cent produzieren können, warum sollen diese bremsen, damit der, der 50 Cent benötigt, auch was vom Kuchen bekommt."

Alles sauber: Kein Abgas-Schmu bei der DLG

kritischerleser hinterfragt einen Artikel auf agrarheute.com: "Könnte es sein, dass die DLG gerade so schlau ist, wie die VW Kontrolle über viele Jahre? 1. Der Hersteller muss bescheinigen. - Das macht er natürlich. 2. Festgelegte Belastungswerte an der Zapfwelle. 3. Eine Vollastmessung. VW erreichte auch alle Prüfstandswerte, denn darauf kann man sich einstellen. Man braucht nur die Tests der letzten Jahre im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt ansehen. Dieses Jahr wurde kein Verbrauch mehr veröffentlicht. Ich dachte immer, mit den Abgasgesetzen werden die Verbräuche vergleichbar. Doch weit gefehlt, jetzt ging es mit dem Tricksen erst richtig los. Es gibt nur eine echte Messung und die ist im Betrieb. Die Messeinheit muss im Einsatz auf dem Feld und auf der Straße mitfahren und muss live messen."
 
altilla antwortet: "Wer den Prüfmodus kennt, der kann sich darauf einstellen. Und dann sind prinzipiell allen Manipulationen Tür und Tor geöffnet. Mit etwas ... Energie geht das."
 
FrankeNFoode allerdings meint: "Schon mal die "ASU" der DLG angeschaut und wie das beim TÜV abläuft? Das ist dann doch etwas anderes. Zudem haben alle zukunftsorientierten und auf Ehrlichkeit bedachten Hersteller eine Abgasverbrennung. Einige mögen da getrickst haben, damit die kein AdBlue brauchen, das hat aber anscheinend auch bei denen ein Ende."

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