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Politik national

Antibiotika: DBV und BPT warnen vor politischen Schnellschüssen

von , am
06.01.2012

Berlin/Frankfurt a.M. - Tierhalter und die in der Landwirtschaft tätigen Tierärzte nehmen die öffentliche Debatte zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung sehr ernst.

Mehrere Tausend Landwirte haben trotz Meldepflicht keine Angaben zum Antibiotika-Einsatz auf ihrem Betrieb gemacht. © Mühlhausen/landpixel
Das stellen der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (BPT) in einer gemeinsamen Erklärung zum Einsatz von Arzneimitteln in der Tierhaltung fest. Beide Verbände betonen, dass Landwirte und Tierärzte sorgsam mit Tierarzneimitteln umgehen und staatliche Stellen bereits seit 10 Jahren die Möglichkeit zur lückenlosen Kontrolle des Einsatzes von Tierarzneimitteln haben. DBV und BPT warnen angesichts der aufgeheizten Diskussion allerdings vor politischen Schnellschüssen, insbesondere die Behandlungsmöglichkeiten erkrankter Tiere zu Lasten des Tierschutzes einzuschränken oder durch Anwendungsbeschränkungen zugelassener Wirkstoffe Resistenzen gegen einzelne Wirkstoffe zu befördern. Um den Antibiotikaverbrauch genau zu erfassen, setzen sich die Verbände für ein Monitoringsystem für Antibiotika im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems QS ein. Im Geflügelbereich soll damit bereits kurzfristig begonnen werden.
 
Die vollständige Erklärung finden Sie hier:
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