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Video-Tipp

Apfelbaum schneiden für Anfänger: So geht's

Ein gesunder Apfelbaum ist ausschlaggebend für eine üppige Ernte im Herbst. Eva Puchtinger und Corina Steffl von kraut&rüben zeigen in dem Video-Tipps und Tricks rund um den jährlichen Schnitt.

am Samstag, 27.03.2021 - 07:15

Vorweg entwarnen die  Eva Puchtinger und Corina Steffl von kraut&rüben: viel falsch machen kann man beim Apfelbaum schneiden nicht. Mehr als die Stammverlängerung und drei bis vier Leitäste werden nicht benötigt. Welche Grundregeln zu beachten sind, erfahren Sie im zwölf minütigen Video von kraut&rüben. 

Ein paar der Tipps und welche Äste Sie am Apfelbaum schneiden sollten, haben wir Ihnen auch hier zusammengefasst.

1. Leitäste

Zunächst werden drei bis vier Leitäste, so nennt man die dicken Äste, die direkt dem Stamm des Apfelbaums entspringen, identifiziert. Alle übrigen Leitäste werden mit einer Baumsäge dicht am Stamm entfernt. Die schwächeren Äste werden entlang des Astrings, nicht zu nah am Stamm und leicht schräg abgesägt. So werden Verletzungen am Stamm vermieden. Dicke, senkrecht gewachsene Äste am Apfelbaum werden ebenfalls entfernt, da an diesen keine Früchte wachsen. Bevorzugt werden viele, flach abzweigende Äste. 

2. Seitenäste

Im zweiten Schritt werden nun die Seitenäste der Leitäste am Apfelbaum beschnitten. Pro Leitast sollten ungefähr drei bis vier Seitenäste stehen bleiben. Bis Daumendicke kann hierbei ruhig mit der Schere gearbeitet werden, bei dickeren Ästen empfiehlt sich eine Säge. Am Ende jedes Leitastes verbleibt nur eine Spitze. Gehen Sie wie folgt vor:  

  • Konkurrenztriebe, die dem Leitast Licht und Luft streitig machen, werden entfernt.  
  • Auch alle sogenannten Wassertriebe am Apfelbaum sowie steil und aufrecht gewachsene Äste, werden abgeschnitten. An diesen würden nur Blätter wachsen, Früchte jedoch keine. 
  • Anschließend werden alle nach innen stehenden Triebe abgeknipst oder abgesägt, da diese beschatten und stören. 
  • Nach unten wachsende Triebe werden auf eine Oberseiten-Knospe angeschnitten.  

Apfelbäume sollten auf nur eine Spitze reduziert werden. Das bedeuten, die Kronenspitze besitzt nur einen Trieb. Nach dem Schnitt übrig gebliebene Zapfen sollten Sie ebenfalls entfernen, um Krankheiten vorzubeugen. 

Zu guter Letzt werden alle Astquirlen bis auf einen entfernt. 

3. Feinarbeit

Weiter geht es mit der Feinarbeit. Hierbei werden alle steil abzweigende Äste entfernt. Nur an flachen Zweigen wird sich später Fruchtholz bilden.  

 Eva Puchtinger und Corina Steffl von kraut&rüben empfehlen auch zu steile Endtriebe auf eine nach außen zeigende Knospe abzusetzen. 

Alle Äste am Apfelbaum, die nach innen wachsen oder kreuzende Äste sollten abgeknipst werden. So gelangen Licht und Luft gleichmäßig an den Baum, das Laub kann schnell abtrocknen und Krankheiten wie Pilzbefall kann vorgebeugt werden.  

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