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Ernährung und Gesundheit

Apfelsaft soll teurer werden

AgE
am
06.11.2013

Stuttgart - Apfelsaft aus Baden-Württemberg wird im kommenden Jahr zum knappen und damit teureren Gut. Davon geht der Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW) aus.

Aufgrund des russischen Importstopps blicken Landwirten mit Apfel- und Kohlanbau skeptisch ins neue Jahr. © Alexnika/Fotolia.com
In einer Pressemitteilung vom vergangenen Mittwoch (30.10.) nennt er die schwache Ernte im Südwesten als Grund. Laut VdAW wurden 2013 in Baden-Württemberg nur 200.000 Tonnen (t) Äpfel von den Bäumen geholt; das entsprach lediglich einem Drittel der üblichen Erntemenge. Schuld an dem niedrigen Pflückergebnis seien der lange kalte Winter und andere widrige Witterungsbedingungen wie schwere Hagelschläge in wichtigen Anbauregionen. Deswegen könnten nun viele Tanks in den baden-württembergischen Fruchtsaftkeltereien nicht wieder befüllt werden; in besonders betroffenen Regionen liege die erfasste Menge bei nicht einmal 10 Prozent (%) einer normalen Ernte.

Transportkosten und fertig gemischte Apfelschorlen üben Preisdruck aus

Dadurch erhöhten sich zudem die Transportkosten, weil die Container der Sammelstellen teilweise nicht voll würden oder durch kleinere Transportkisten ersetzt werden müssten, berichtete der VdAW. Nach seinen Angaben wird Apelsaft im Ländle deshalb 2014 knapp und die Keltereien müssten die Preise anheben, um ihre wirtschaftlichen Schäden zu minimieren. Aber auch ohne die schwache Ernte seien die mittelständischen Fruchtsafthersteller in einer schwierigen Situation.
 
Der Pro-Kopf-Verbrauch von Apfelsaft sei in den letzten Jahren von 12,4 l auf 8,5 l gesunken. Zwar habe im gleichen Zeitraum der Konsum von fertig gemischten Apfelschorlen zugenommen, doch würden diese in der Regel aus dem preisgünstigeren Konzentrat gemischt, erläuterte der VdAW. Die hochwertigen Produkte der baden-württembergischen Fruchtsaftkeltereien kämen dadurch zusätzlich unter Preisdruck.
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