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Dorf und Familie

Arbeitsarme Weide, Rente mit 63 und dürfen wir Tiere "nutzen"?

Externer Autor ,
am
30.05.2014

Wie nutzt man ein kleines Stück Grünland möglichst arbeitsarm? Was bringt die Rente mit 63? Und dürfen wir Tiere "nutzen"?

Schafe auf der Weide (klick aufs Bild) © Landliveuser furthi_schmusi
Weide arbeitsarm gestalten?
 
Biobauer möchte Hilfe bei folgender Frage: "Ich hab an meiner Maschinenhalle nen ziemlich großen Umgriff, knappes ha, das als Wiese angesät ist und eigentlich nur Arbeit macht. Ansonsten ist kein Grünland verhanden und auch keine Technik dafür da. Folgende Idee: -Massiv einzäunen, wie am besten? Das man nicht ständig Angst haben muss, dass was abhauen kann.  -Wasser wäre vorhanden, müsste man nur hochpumpen - Zwei drei Rinder reinstellen, im Herbst ab in die Kühltruhe - Kurzrasenweide, ohne jedwede Zufütterung. - Unterstand wie gestalten? Oder beim Vieh andere Ideen, Schafe z. B.?" Terragator meint dazu: "Und was sind da jetzt deine Bedenken?  Ich würde mir das nur mit der Kurzrasenweide überlegen. Hört sich schön an, aber das Management ist anspruchsvoll. Lieber im Hochsommer mal mit dem Mulcher drüber."
Der_Lauser
antwortet: "Also mir würde als Zaun prompt ein Bauzaun einfallen. Massiv und mobil! Von einem Budget, an das du dich halten musst, hast ja nix geschrieben. Das mit der Kurzrasenweide klappt schon, darfst dein Grundstück nur nicht überbelegen. Wind und Sonnenschutz bräuchtest du noch irgendwie." Darauf entgegnet Biobauer: "Bin heute bissl weiter gekommen, gezäunt wird mit Wildschutzzaun, da liegt noch ein größerer Posten rum, und gehalten werden dann ein paar Schafe. Entweder Kamerun oder Soays. Vielleicht auch noch paar Gänse dazu, Weiher wäre einer drin."

Dürfen wir Tiere "nutzen"?

Kasey bittet um Hilfe: "Hier ein Link, wo ich unsere Landwirte bitten würde, sich an der Diskussion zu beteiligen: Dürfen wir Tiere nutzen? - eine Diskussionsrunde von Deutschlands Bauern. Für dieses Buch macht aber auch der radikal vegane Gnadenhof Butenland Werbung. Ein gewisser Andreas Fendt, wohl ein veganer Landwirtschaftsmeister (?) mit einer eigener Stiftung, kämpft hier in den Kommentaren gegen die Ausbeutung und Tötung der Tiere. Ich hoffe, es findet sich wer, der ihm fachlich Paroli bieten kann." Stefan86 ist da skeptisch: "Ganz ehrlich, manchmal wird es einem zu blöd sich mit jedem Fundamentalisten, der seine Ersatzreligion predigt zu befassen." Und Freisinger meint: "Für den Link ist mein Internet zu schwach. Ich war aber kurz auf  "Hof Butenland" Da fällt mir nur ein Wort ein: "altrömische Dekadenz". Kaum mehr zu toppende Auswüchse (mir ist klar, dass da ein Retourn von Mim kommt).  Der Menschheit ... geht's viel zu gut, zumindest bei uns. Wer würde sonst wertvolle Nahrungsmittel, die uns unsere Tiere liefern, verfüttern oder vernichten? Es wäre mal eine Zeit wünschenswert, wo diese Typen mit den Karnickeln ums Gras raufen müssen (ich weiß bin böse)." Und Darky schreibt: "Das Problem ist doch, dass man mit an religiösem Wahn grenzenden Meinungen auch mit fachlich richtigen Aussagen nichts ändern kann. In solch einem Personenkreis ist man egal was man sagt der Böse und alles was gesagt wird verfestigt nur deren Meinung. Also spart man sich den Unsinn und die Nerven."

Abschlagsfreie Rente mit 63

Die agrar_heute_ redaktion weist auf die geänderte Rechtslage hin: "Landwirte sollen mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können. Das ist eine der geplanten Änderungen im Rentenrecht: [www.agrarheute.com]" DWEWT kommentiert es: "Und wieder einmal werden die Rentenkassen geplündert und wieder einmal werden nachfolgende Generationen dafür berappen müssen. Gut, dass ich nicht mehr 20 bin!" Auch Todde meint: "Rente mit 63 ist ein Drama, niemand sollte sich in 20 Jahren noch auf eine Rente verlassen. Das Geld wird jetzt verbrannt." Darauf antwortet Rottalboy: "Kann man nicht wirklich sagen. Bei einem Umlagensystem weiß man nicht so genau, wie es sich entwickelt und etwas anderes ist nun mal nicht möglich. Wenn die Rente mit 63 zu teuer wird, nimmt man sie halt wieder zurück." rocknrolldirk ärgert sich: "Es ist wohl hoffnungslos. Auf diese Weise produzieren wir uns einen Haufen Frührentner, die teils vielleicht noch arbeiten wollen und vielleicht sogar noch dringend gebraucht werden. Dabei wäre es so einfach. Eine steuerfinanzierte existenzsichernde Rente bei Erreichen des Alters von 67 Jahren oder bei Erreichen der Arbeitsunfähigkeit. Ergebnis wären ein Haufen arbeitslose Rentenversicherungsmitarbeiter und eine vollständige Abschaffung der Chance auf Altersarmut. Stattdessen wurden die gutsituierten Rentner als wichtigste Wählerschicht entdeckt und diesen will man nun möglichst jeden Gefallen tun. Bei Kleinstrenten nutzt der früher mögliche Renteneinstieg eh nix, weil die Rente ja eh zu knapp bemessen ist. Vorerst haben wir den Absprung aus diesem maroden und ungerechten System verpasst. Das wird uns in der nächsten oder übernächsten Wirtschaftskrise zusammen mit den gigantischen Pensionslasten des Staates gehörig in die Hose gehen - aber dann ist ja eine andere Regierung am Werk."

Schröpfschnitt bei Kleegraß

maulwurf74 schreibt: "Ich habe Ende März Kleegras gesät. Ist wunderbar aufgelaufen, sehr wenig Unkräuter. Ist der Schröpfschnitt unbedingt notwendig? Würde das auch mit dem Mulchgerät funktionieren?" Biobauer antwortet: "Dann mäh und nutz es, wenn es so gut steht und mulchen geht gut." Auch Altilla meint: "Wir haben nur ganz selten den Schröpfschnitt gemacht, meist aber eine sehr frühe erste Nutzung." Kasparow schreibt: "Unter diesen Voraussetzungen würde ich keinen Schröpfschnitt machen. Ich finde bei Wieseneinsaat ist ein sehr früher Schröpfschnitt unabdingbar, bei Kleegrass hab ich es noch nie gemacht, ist/war nicht notwendig. Klar hat man im ersten Schnitt etwas Unkraut dabei, hatte letztes Jahr Hirtentäschel mit drin. Funktioniert auch mit Mulcher, wobei ein sauberer scharfer Schnitt fürs Gras schon besser wäre."

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