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Unfallversicherung

Arbeitsunfall: Wühlmausfalle schädigt Gehör von Landwirt

Wühlmaus in der Falle
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Eva Eckinger, agrarheute
am
14.06.2018

Bei einem Arbeitsunfall wurde das Gehör eines Landwirts durch eine Wühlmausfalle geschädigt. Er forderte von seiner Unfallversicherung eine spezielle Sauerstofftherapie. Ihm wurde jedoch die Zahlung verweigert.

Wie das Fachmagazin Versicherungswirtschaft heute (VWheute) berichtet, hat ein Landwirt aus Nordrhein-Westfalen sein Gehör geschädigt, indem er eine Selbstschussgerät-Wühlmausfalle einsetzte und diese versehentlich selbst auslöste.

Nun wurde beim Sozialgericht in Münster geklärt, ob die gesetzliche Unfallversicherung für die vom Geschädigten geforderte Therapie des Knalltraumas aufkommen muss.

Landwirt fordert Sauerstofftherapie

Der Landwirt aus dem Münsterland wollte die Bezahlung einer hyperbaren Sauerstofftherapie erreichen. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, in dem der Patient reinen Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck einatmet und das offenbar bei Knalltraumatafolgen Abhilfe schaffen kann, so Versicherungswirtschaft heute.

Therapienutzen nicht ausreichen nachgewiesen

Das Sozialgericht Münster erkannte den Arbeitsunfall zwar an, lehnte aber die Erstattung der Behandlung ab. Sie sei keine wirksame Therapiemaßnahme, stellte das Gericht fest, wie VWheute berichtet.

Der Nutzen der Therapie sei nicht ausreichend nachgewiesen, sodass nicht gesagt werden kann, ob die Arbeitsunfallfolgen durch die Therapie gelindert oder geheilt werden können.

Mit Material von Versicherungswirtschaft heute

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