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Milchkrise

Arla Foods: Umsatz sinkt um 3,3 Prozent

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Eva Eckinger, agrarheute
am
18.02.2016

Im Geschäftsjahr 2015 sank der weltweite Umsatz von Arla Foods um 3,3 Prozent. Laut Genossenschaftsmolkerei ist keine Besserung in Sicht. Nun folgen weitere Einsparungen.

Die Molkerei Arla Foods hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Umsatzminus von 3,3 Prozent abgeschlossen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Insgesamt sank der Umsatz auf 10,3 Milliarden Euro, der Gewinn betrug 295 Millionen Euro. Die verarbeitete Milchmenge jedoch wuchs um fast fünf Prozent auf 14,2 Milliarden Kilogramm.

Gründe für den globalen Milchpreisverfall

Schuld an den sinkenden Preisen am Weltmarkt sei laut Arla das steigende Milchangebot in Europa in Kombination mit der nachlassenden Nachfrage in China und dem russischen Handelsembargo. Der Milchabnahmepreis, den das Unternehmen aus jedem Kilogramm Milch seiner Genossenschaftsmitglieder erlöste, brach daher gegenüber 2014 um acht Cent oder rund 20 Prozent auf 33,7 Cent je Kilogramm Milch ein.

Hartes Jahr für globale Molkereiindustrie

Arla zeigt sich dennoch zufrieden. Man habe "in einem harten Jahr für die globale Molkereiindustrie unter schwierigen Bedingungen eine solide Leistung abgeliefert", so das Unternehmen. Dieses Ergebnis entspräche absolut den Erwartungen, wie es weiter heißt.

Der Rückgang wäre laut Arla sogar noch größer ausgefallen, wenn der Aufsichtsrat nicht die Senkung des Renditeziels beschlossen hätte.

Unterstützung der Genossenschaftsmitglieder

Normalerweise läge das Renditeziel bei drei Prozent des Umsatzes. Im August letzten Jahres hatte man jedoch beschlossen, das Renditeziel auf einen Bereich zwischen 2,7 und drei Prozent zu senken. "Diese Senkung wurde zugunsten des vorab gezahlten Milchpreises durchgeführt, um unsere Genossenschaftsmitglieder in ihrer sehr schwierigen finanziellen Situation zu unterstützen", so Åke Hantoft, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Arla Foods.

Keine Trendwende am Milchmarkt zu erwarten

Allerdings rechne man im laufenden Jahr nicht mit einer Trendwende zum Positiven. Es ist laut Molkereigenossenschaft zu erwarten, dass der globale Markt auch 2016 weiterhin unberechenbar und schwierig bleibt. Aus diesem Grund möchte man seinen Sparkurs fortsetzen.

Bis zum Jahr 2020 will Arla 400 Millionen Euro einsparen, davon 100 Millionen bereits im laufenden Jahr. Zwischen 2012 und 2015 hatte man die Kosten bereits um 330 Millionen Euro gedrückt.

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