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Wirtschaft

Arla Foods: Umsatz steigt, Gewinn hinkt hinterher

aiz
am
27.02.2012

Viby - Zwölf Prozent mehr Umsatz hat Arla Foods 2011 gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Der Gewinn sinkt jedoch um 1,1 Prozent. Hintergrund sind höhere Erzeugerpreise und sparsame Verbraucher.

Die dänisch-schwedische Molkereigenossenschaft Arla Foods wächst stark. Die Gewinne halten mit dem Umsatzplus aber nicht mit. Wie das Unternehmen bekanntgab, stieg der Umsatz 2011 gegenüber dem Vorjahr um zwölf auf fast 54,9 Milliarden dänische Kronnen (7,4 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis sank jedoch um 1,1 Prozent auf 1,66 Milliarden dänische Kronnen (223,9 Millionen Euro).
 
Arla-Vorstandschef Peder Tuborgh sprach dennoch von einem "starken Ergebnis in einer schwierigen Zeit", weil der Erzeugerpreis für die rund 8.200 genossenschaftlichen Mitglieder in Dänemark, Schweden und Deutschland gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent erhöht werden konnte.

Durchbruch in Deutschland

Die Schuldenkrise und die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung in Europa belasteten den Gewinn. Tuborgh erläuterte, die europäischen Verbraucher griffen häufiger zu Billig- und seltener zu Markenprodukten. Außerhalb Europas erwiesen sich die weltweit vertriebenen Marken Arla, Lurpak und Castello jedoch als starke Zugpferde. Vor allem im Mittleren Osten, in Nordafrika und Russland konnte der Marktanteil ausgebaut werden.
 
In Deutschland sieht die skandinavische Genossenschaft mit der Übernahme von Hansa-Milch und Allgäuland den Durchbruch geschafft. "Damit haben wir den entscheidenden Schritt getan, um am deutschen Markt eine bedeutende Rolle zu spielen", sagte Tuborgh.

Konsolidierung geht weiter

Im laufenden Jahr will Arla den Wachstumskurs beibehalten. Allerdings hat sich das Geschäftsumfeld im vierten Quartal 2011 verschlechtert. Die Abschwächung setzte sich zu Beginn des neuen Jahres fort. Daher rechnet der Vorstand zwar mit weiter steigenden Umsätzen, aber bei stagnierendem Gewinn und schwankenden Erzeugerpreisen. Im laufenden Jahr will Arla wieder eine aktive Rolle in der Konsolidierung der europäischen Milchindustrie spielen. Außerdem kündigte Tuborgh spezifische Initiativen für ein renditestärkeres Wachstum an.
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