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Wirtschaft

Arla plant Fusion mit Molkerei Walhorn

© Nitr/Fotolia
pd
am
16.05.2014

Arla Foods amba und die Eupener Genossenschaftsmolkerei Walhorn (EGM) streben einen Zusammenschluss an. Die Landwirte der EGM erhalten im Zuge dessen eine unbefristete Milchabnahmegarantie.

(v.l.n.r.): Tim Ørting Jørgensen, Arlas Chef für die Geschäftseinheit CGN, Joseph Locht (Geschäftsführer der EGM Walhorn), Matthieu Dobbelstein (Verwaltungsratsvorsitzender der EGM Walhorn) © Werkbild
Wie die genossenschaftlichen Molkereien heute in einer gemeinsamen Presseverlautbarung mitteilten, sollen die Vertreterversammlungen Mitte Mai über die Fusion entscheiden. Vorbehaltlich der Zustimmung der nationalen Wettbewerbsbehörden in Deutschland und Belgien soll die Fusion voraussichtlich Ende Juli 2014 umgesetzt werden. Die Landwirte der EGM Walhorn erhalten im Zuge des Zusammenschlusses eine unbefristete Milchabnahmegarantie. Außerdem wird ihr Milchauszahlungspreis künftig auf derselben Grundlage berechnet, wie sie für alle anderen Mitglieder von Arla gültig ist.
 
"Mit der EGM Walhorn schließt sich uns eine europäisch orientierte Genossenschaft an, die unseren Milchpool weiter stärken kann. Wir freuen uns auch darauf, in das Joint Venture einzusteigen", betont Arlas Chef für die Geschäftseinheit CGN (Consumer Germany and the Netherlands) Jørgensen.

Genossenschaftliche Prinzipien blieben bestehen

Die EGM Walhorn werde der Arla Foods amba als Genossenschaft beitreten. Getreu dem genossenschaftlichen Basisprinzip 'gleiche Rechte und Pflichten für alle Mitglieder' soll die EGM als Genossenschaft mit ihren individuellen Mitgliedern innerhalb der Arla Foods amba bestehen und somit auch die demokratischen Rechte der EGM-Mitglieder unangetastet bleiben. Zudem werde die EGM Walhorn mit eigenen Repräsentanten in den demokratischen Gremien von Arla Foods amba, dem Aufsichtsrat und der Vertreterversammlung, vertreten sein.
 
Beide Genossenschaften sind international ausgerichtet: Eigentümer der Arla Foods amba sind mehr als 12.600 Landwirte aus Schweden, Dänemark, Deutschland, Belgien, Luxemburg und Großbritannien, während die rund 800 Mitglieder der EGM Walhorn größtenteils aus Belgien und Deutschland sowie aus den Niederlanden stammen.

Stark für die Zeit nach der Quote

"Hier bei Arla freuen wir uns darauf, die neuen Milcherzeuger in den Kreis unserer Mitglieder aufzunehmen. Viele Walhorn-Mitglieder sind Nachbarn von Arla-Landwirten. Auch aus diesem Grund erscheint uns eine Fusion mit den Kollegen in Walhorn absolut naheliegend", fügt Arlas Aufsichtsratsvorsitzender Åke Hantoft hinzu.

"Die Zustimmung ist ein Vertrauensbeweis von Walhorns Milcherzeugern gegenüber Arla. Wir sind davon überzeugt, dass wir gut zusammenarbeiten werden. Bei Arla haben wir in den vergangenen Jahren großen Wert darauf gelegt, unseren Mitgliedern bewusst zu machen, dass sie die Basis des Unternehmens sind, und dass wir ihnen alle Milch, die sie produzieren, abnehmen - auch wenn die europäischen Milchquoten abgeschafft sind. Diese Botschaft wurde von den Walhorn-Mitgliedern sehr positiv aufgenommen", ergänzt Arlas Vorstandsvorsitzender Peder Tuborgh.

Milchvieh in Zentraleuropa

 
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