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Dorf und Familie

Arroganz und große Maschinen, Landnahme durch NGOs und Baustelleneinsätze

Externer Autor
am
08.08.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Warum sieht man auf Baustellen immer häufiger Traktoren? Welche Auswirkungen hat der Kauf von Flächen durch Naturschutzorganisationen?

Landwirtschaftliche Traktoren im Baustelleneinsatz
 
Waldlaeufer80 fragt: "Bei der Fahrt über die deutschen Autobahnen sieht man immer öfter auf den Autobahnbaustellen große landwirtschaftliche Traktoren, die mit großen Muldenkippern, Wasserfässern, Kehrmaschinen,... scheinbar die früher eingesetzen LKWs ersetzen. Warum ist das so? Sind landwirtschaftliche Traktoren günstiger, haben eine höhere Nutzlast??? Vielleicht kann jemand Licht ins Dunkel bringen."
 
dotschi meint: "die Auslastung ist halt dann besser, deswegen stellen Lohner die oft ab, manche Baufirmen kaufen selbst welche. Was mir nur aufgefallen ist viele stehen da mit grüner Nummer rum, ob dasss vom Hauptzollamt so gut befunden wird?"
 
meinereiner77 schreibt: "Bei uns in der Gegend sind da auch einige eingestiegen, eben zur besseren Auslastung der Maschinen. Aber wenn man sieht, zu welchem Preis manche fahren, dann ist das eine Null-Nummer, dass kann eigentlich jeder der nur Grundkenntnisse hat, rechnen. Bei weiteren Strecken auf der Straße geht der Reifenverschleiß ziemlich hoch. Da sind Lkw`s günstiger. Zur KFZ-Steuer: Die Schlepper können während der Zeit versteuert werden, was meistens wohl auch gemacht wird."
 
Immenfreund weißt noch auf einen weiteren Punkt hin: "Der Grund ist oftmals die bessere Geländegängigkeit der Schlepper. 3- und 4 Achser, oder gar Sattel kommen in dem Gelände nicht mit. Richtig lohnen tut sich der Einsatz bestimmt nur für den Bauunternehmer.

Je größer die Maschine , desto größer die "Rechte "

Kasparow macht seinem Ärger Luft: "Jetzt fahren Sie wieder die Grossmaschinen und scheinbar steigt die Höhe Höhe des Fahrerstandes auch die Arroganz ins Hirn der Fahrer. Grossmähdrescher bauen ihre Schneidwerke im bierflaschengroßen Wiesengras um , aber nicht mal am Rand , nein nein ...da drinne ist es ebener . ohne Rücksicht auf iwelche Flurschäden. Büsche am Feldweg mit dem 7 Meter Schneidwerk , ja gar kein Problem , da fahren die übern Kartoffelacker! Die Tandem Packenpresse dreht im ausgewachesenem Kleegrass um , obwohl direkt daneben genug Platz zum wenden ist. Würde ich bloss mal einen in Flagranti erwischen ......" 
 
staebchen schreibt dazu: "Anbau der Schneidwerke und abstellen der Schneidwerkwagen erfolgt bei uns immer auf der eigenen Fläche. die wird vorher von unserem "Baby" ein MF Drescher mit 6m "freigeschnitten". Das " zerfahren" fremder Flächen ist eine Frechheit ."
 
Audun antwortet: "Ein paar Grashalme hin oder her würden mich jetzt weniger stören so lang alles im Rahmen bleibt, was mich eher nervt sind manche auf der Straße, die meinen je größer die Maschine um so mehr Vorfahrt haben sie, vor allem Traktoren mit XXL-Fass oder Hänger. Wenn die Straße nur 4 Meter Breite hat und sich durch einen Wald schlängelt, dann kann ich nicht Vollgas mittig auf der Straße dahin brettern!" 
 
DWEWT zeigt das es auch anders geht: "Wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt, hat der Bewirtschafter eben einen Bereich des Vorgewendes freizuhalten, für die Rüstung des Mähdreschers. Ein Lohnunternehmer, hier in meiner Region, hat noch einen Fortschritt mit 3m Schneidwerk. Bei Bedarf fährt der Senior damit los und macht den Anschnitt frei. Wenn dann die "Großen" kommen, sieht man mehr als 40 Jahre landtechnische Entwicklung auf einem Schlag. Der Senior greift auch ein, wenn mal einer der Jungspunte über die Stränge schlägt. Da prallen dann auch schon mal Welten aufeinander. Aber der "Alte" ist da ganz souverän."

'Landnahme' durch NGO - Wildnis ersetzt Kulturlandschaft

altilla kommentiert einen Artikel auf Agrarheute.com: "Ich frage mich allerdings, mit welchem Recht können wir von anderen Ländern verlangen, dass Urwälder nicht abgeholzt werden oder dort Flächen in Schutz gestellt werden, wenn wir selbst dazu nicht bereit sind? Das ist deshalb auch ein hochpolitisches Problem..."
 
Dem entgegnet Notill: "Zum einen werden bei uns viele Flächen aus der Produktion genommen... aber genau das ist ja das Problem... durch jeden ha der hier aus der Produktion geht brauchen wir durch Iluk dann 3-6 ha in Brandrodungsgebieten, um das in der Produktion auf zu fangen. Das muss man den NGO's mal aufs Brot schmieren, schließlich haben sie mit genau der Rechnung unsere Biodiesel/Rapsöl-Schiene zerstört und auch alles andere was marktwirtschaftlich ohne Eingriff des Staates funktioniert hätte."
 
Mett antwortet etwas sarkastisch: "Ist doch super.... Für die Agrokonzerne Mit jedem Hektar den NaNu, Grünpeace und Co. in "Naturschutzflächen (JKK- & Ampfervermehrrungsflächen) umwandeln steigt bei den Landwirten zwangsläufig der Verbrauch an Grünlandherbiziden.Erst haben die Ökos den Maulwuf unter Naturschutz gestellt, um sicher zu gehen das Problemunkräuter auch ein lückige Narbe vorfinden,
und jetzt bauen sie auf ihren eigenen Flächen die Samen der Problemunkräuter an."

Hilfe bei Verpachtung

AcmbO braucht Hilfe bei Pachtfragen: "Mir wurde vor kurzen eine Ackerfläche in Mittelsachsen vererbt und langsam gilt es den Pachtvertrag neu aufzusetzen. Der bisherige Pächter bietet mir anknüpfend an den letzten Vertrag für 1 ha Fläche im Jahr 150€ . Ich wollt gerne wissen ob das den Momentanen Preisen entspricht. Bin da leider überfordert, denn ich hatte bisher absolut nichts damit zu tuen . Wäre für eure Hilfe sehr dankbar."
 
Mett meint: "Wenn der Pächter mit deinem Boden gut umgeht ist das viel mehr wert als ein möglichst hoher Pachtpreis. Man kann Böden binnen weniger Jahre total zerstören. Sie dann wieder zu sanieren dauert viele viele Jahre und kostet viiiiel Geld. Auch führen kurzfristige Pachtverträge nicht grade dazu das Pächter langfristig in die Böden investieren. Guck dir an was er bisher gezahlt hat, guck dir an wie er mit seinen Pachtflächen umgeht, und dann setz dich mit dem Pächter an einen Tisch und rede mit ihm."
 
240236 schreibt: "Deine Angaben sind sehr genau: Flächengröße, Wiese oder Acker ,usw. Es wird sich ein jeder hüten hier einen Betrag zu nennen, denn es kennt keiner die örtlichen Gegebenheiten."

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