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Afrikanische Schweinepest

ASP-Abwehr: Aktivisten behindern Drückjagd

Jäger auf Treibjagd
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Eva Eckinger, agrarheute
am
15.01.2018

Jagdstörer haben eine Drückjagd zur Abwehr der Afrikanischen Schweinepest in Nordrhein- Westfalen massiv behindert. Nun werde überlegt, welche Handhabe die Jäger hier gegen die Aktivisten haben.

Wie das Fachmagazin jagderleben.de berichtet, ist es bei Bielefeld in Nordrhein-Westfalen zu einem Zwischenfall bei einer Drückjagd gekommen. Jagdstörer hätten die Jagd, die zur Eindämmung beziehungsweise Abwehr der Afrikanischen Schweinepest abgehalten wurde, stark behindert. Nun werde überlegt, wie man mit derartigen Aktionen umgehen soll.

Veterinäramt rief zu Bejagung auf

Das Gesundheits-, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Bielefeld hatte mehrere Reviere zu einer übergreifenden Drückjagd aufgerufen. Damit sollen die Schwarzwild-Bestände im Hinblick auf die drohende Afrikanische Schweinepest (ASP) deutlich reduziert werden.

Jagdstörer behindern Drückjagd

Wie Dr. Hans-Helmut Jostmeyer, Leiter des Veterinäramts gegenüber der Redaktion von jagderleben berichtet, sei die Drückjagd öffentlich angekündigt gewesen, da sie sich in der Nähe einer Autobahn und in einem Naherholungsgebiet befunden hätte. Deshalb habe man durchaus mit Störungen gerechnet.

Während der Jagd hätten sich dann Jagdstörer in der Nähe der Ansitze aufgehalten und so verhindert, dass die Waidmänner schießen konnten.

Handhabe der Jäger gegen Aktivisten

Die Jäger aber hätten sich laut Dr. Jostmeyer gut an die empfohlene Vorgehensweise gehalten. Sie entluden sofort ihre Waffen und ließen sich nicht provozieren. Dadurch sei die ganze Aktion nicht eskaliert, berichtet jagderleben weiter.

Der Leiter des Veterinäramts gibt allerdings zu bedenken, dass man nun herausfinden müsse, welche Handhabe die Jäger gegen Aktivisten hätten. Immerhin müsse man solche Aktionen in Zukunft verhindern.

Keine weiteren Störungen der Jagd hinnehmbar

Ohne Jagd könne man die Schwarzwildbestände nicht so weit verringern, wie es nötig wäre. Sollte es zu Infektionsfällen der Schweinepest in Deutschland kommen, dann müsse eben sofort scharf gejagt werden. In einer derartig prekären Situation könne man keine weiteren Störungen gebrauchen, so Jostmeyer.

Mit Material von jagderleben.de

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