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Dorf und Familie

Aufreger Animal Peace: 'Schlag ins Gesicht der Angehörigen'

hek
am
25.09.2015

Die Tierrechtlerin Silke Ruthenberg darf den von einem Stier getöteten Landwirt weiter herabwürdigen. "Das ist ein Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen", ist noch einer der moderaten Kommentare in den sozialen Netzwerken darauf.

Die Tierrechtsorganisation Animal Peace darf den Tod eines Landwirts weiterhin verunglimpfen. Auch das zweite Verfahren gegen die Tierrechtlerin Silke Ruthenberg wurde von der Staatsanwaltschaft München eingestellt. Die Meldung sorgte auf landlive und dem ah-facebook-Account für ungläubiges Kopfschütteln. Hier ein Auzug der (moderaten) Kommentare:
 
"Gehts noch? Das ist ein Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen. Selbst wenn wir diese Massenhaltung verabscheuen, unsere Tiere allesamt größte Freiheit auf den Weiden im Sommer und Winter haben, kann ich eine solche Äußerung nicht dulden und akzeptieren. [...] Was gibt dieser Dame das Recht, dies gutzuheißen? [...] Keiner weiß, wie er sich den Tieren gegenüber verhalten hat. Und wagt trotzdem zu urteilen", schreibt Nataschka auf landlive.
 
"Wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung also höher zu bewerten sei, als die Würde des Menschen, insbesondere das Andenken von Verstorbenen - ja dann", findet
landlive-User DerSichEinenWolfTanzt, der sichneben der moralischen auch mit der juristischen Auslegung des Falls beschäftigt: "Geht jemand vor einem öffentlichen Raum demonstrieren, ist es Hausfriedensbruch und der Staat ermittelt. Bricht Peta & Co nachts rechtswidrig in fremde Gebäude und Grundstücke ein, macht illegle Aufnahmen, ist es wieder für unseren Rechtsstaat ok."
 
Komplett anders sieht es Adventivwurzel: "Tiere - egal ob Nutz-, Haus-, Labor-, Sport-, Freizeit-, Zoo-, Wildtier - haben keine Lobby. Sie werden ge- und verbraucht, be- und ausgenutzt. Keiner fragt, keiner sieht, keiner hört das Leid. [...] 'Ein Bulle nimmt Rache' das ist nach meiner Ansicht sehr vermenschlicht dargestellt. Aber dennoch zutreffend. Löst der Satz doch Reaktionen aus bei uns. Denken wir doch mal nach, über dass was wir da so tun. Kreatur Tier so antun."

Kommentare auf facebook

Auch auf dem ah-facebook-Account erhitzt die Entscheidung der Staatsanwaltschaft München die Gemüter. "Meinungsfreiheit? In anderen lächerlichen Bereichen werden wir unserer Freiheit beraubt und in so einem herabwürdigenden Fall beruft man sich auf diese? Armes Deutschland", kommentiert Michael. Auch Andrea zweifelt an der Verhältnismäßigkeit: "Da läuft etwas mächtig schief und man muss sich nicht mehr wundern, über den allgemeinen Wertewandel in unserer Gesellschaft."
 
Etwas anders sieht es Andrea "Wie sagt man so schön: Jeder bekommt irgendwann das, was er verdient. Allerdings gilt das nicht nur für den Landwirt, sondern für Frau Silke Ruthenberg auch. Nicht, dass man Verstorbene gutreden muß, aber etwas mehr Taktgefühl, würde sicher nicht schaden."

Robin bringt einen anderen Aspekt in die Diskussion: "Ein Deckbulle der in der Herde mitläuft sollte mit zwei Jahren weggehen, da fangen sie meist an, Chef in der Herde zu werden. Sie können von jetzt auf gleich einen Tick bekommen und werden unberechenbar."
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