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Milchkrise

Aufreger Schleuderpreis: Milch für 42 Cent

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Katharina Krenn, agrarheute
am
09.08.2016

Die Tiefpreispolitik der Discounter treibt den Bauern immer wieder die Zornesfalte auf die Stirn. Auf den Post eines Preisschilds auf Facebook hagelte es Kommentare.

Der agrarheute-Leser Nils schickte der Redaktion vergangene Woche ein Handyfoto von einem Preisschild aus einem Kölner Aldi. H-Milch zum Superdiscount-Preis von 42 Cent. „Einfach nur zum Kotzen“ finden das viele Landwirte.

Andere bestätigten den niedrigen Preis und posteten ebenfalls Bilder von Milch-Billigpreisen auf der agrarheute-Facebook-Seite. Ein User schreibt: „Dieser Preis ist doch schon seit Monaten so: 1,5 % für 0,42 Euro. 3,5 % für 0,46 Euro.“

H-Milch für 39 Cent

Ein weiterer Facebook-Fan schreibt, dass Edeka gentechnikfreie Milch von der Molkerei Ammerland ebenfalls für 42 Cent verkauft. Ein anderer hat in in einem Globusmarkt H-Milch für 0,39 Euro gesehen. Ein User kommentiert die Diskussion mit „vor zwei Jahren war das unser Milchpreis.

"Ihr seid selbst Schuld"

Die Preise treffen auf breites Unverständnis. „Wenn die Milch 62 Cent pro Liter kosten würde und dadurch die Landwirte 40 Cent bekämen, würde sich doch kein Schwein beschweren oder sehe ich das falsch?“, fragt sich ein User.

Nur einer schreibt: "Seid doch selbst schuld! Wer wollte denn die Milchquote abschaffen? Damit man in Massen produzieren kann! Von Marktwirtschaft habt ihr keine Ahnung, was? Wenn der Markt mit Milch überschwemmt wird und zu wenig Abnehmer da sind, was passiert dann? Genau, der Preis fällt ganz einfach!"

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