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Dorf und Familie

Aufreger der Woche: Gülledusche auf Radfahrerin

© landpixel
Krenn
am
17.03.2015

Für Aufregung sorgte diese Woche ein Landwirt, der einer Fahrradfahrerin eine Gülledusche verpasste. In den sozialen Netzwerken wird nun über das Verhalten heiß diskutiert. Der "Täter" wurde mittlerweile ausfindig gemacht.

Ob der Landwirt, dessen Kennzeichen die Radfahrerin jetzt genannt hat, tatsächlich der Täter ist, muss sich noch klären. © landpixel
Eine Stinkbombe der besonderen Art ließ am Montagabend ein Landwirt im schwäbischen Gablingen bei Augsburg auf eine Radfahrerin los. Die 60-jährige Frau war mit ihrem Rad auf einem schmalen, geteerten Feldweg unterwegs. Der Landwirt sah sich gezwungen, eine geraume Zeit mit seinem Güllegespann langsam hinter ihr her zu fahren, wie die Polizei mitteilte. Als der wütende Landwirt die Radfahrerin mit angeblich wüsten Beschimpfungen überholte, ergoss sich ein Gülleschwall über sie. Die Frau erstattete daraufhin Anzeige.

Frustration unter den Landwirten

Auf dem Diskussionsportal landlive.de verurteilen viele User das Verhalten des Landwirts, aber genauso Viele zeigen Verständnis, habe doch der ein oder andere Landwirt aus Frust auch schon mal daran gedacht, den Hebel für die Zapfwelle zu betätigen, so der Tenor. Die Frustration unter den Landwirten scheint groß. Immer wieder sehen sie sich mit Unverständnis und Anfeindungen konfrontiert. So berichtet ein Landwirt, dass er von zwei Frauen beleidigt worden ist, als er mit seinem Traktor auf einem angeblichen Fahrradweg geparkt hatte, um den Düngersteuer zu füllen.
 
"Sie meinten diese drecks Bauern sollte man alle anzeigen, wenn sie auf dem weg stehen bleiben und nicht wegfahren wenn man angelaufen kommt. Als ich sie fragte seit wann der weg ein Fahrradweg sei, meinten sie nur ich soll mich nicht blöder stellen als die Bauern eh schon sind!! Ich hab dann gesagt sie sollten in die nächste Stadt ziehen und um die Hochhäuser laufen wenn es ihnen nicht gefällt auf dem Land. Jetzt wollen sie mich anzeigen!!"
 
Auf der anderen Seite verurteilen Viele das ungehobelte Verhalten und fordern mehr gegenseitige Rücksichtnahme: "Ein bischen gegenseitige Rücksicht hilft im Schnitt allen, aber manche haben sich halt leider nicht im Griff und der Mann mit dem Güllefass hatte sich definitiv nicht im Griff.. und bei der Meinung würde ich auch bleiben, wenn die Radfahrerin sich auch nicht ganz korrekt verhalten haben sollte..."

Landwirt bestreitet Vorwurf

Mittlerweile konnte die Polizei den Landwirt ausfindig machen.  Allerdings bestreitet der Landwirt den Vorwurf einer vorsätzlichen Handlung, berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung. Gegenüber der Polizei sagte er aus, dass es sich um einen technischen Defekt bei der Öffnung des Fasses gehandelt hatte.

landlive-User: Was hat der Landwirt zu erwarten?

  1. Technisches Versagen (wird von einem Sachverständigen geklärt): die Schlepperhaftpflicht zahlt und er geht straffrei aus.
  2. Ein findiger Rechtsverdreher paukt ihn mit der Begründung Fehlbedienung (Fahrlässigkeit?) raus: Schlepperhaftpflicht zahlt und er muss evtl. (würde ich als Vertreter der Nebenklage fordern) die geistige und körperliche Eignung (MPU) zum Führen eines KFZ nachweisen.
  3. Nachgewiesener Vorsatz: Schlepperhaftpflicht nimmt in voller Höhe Regress und er wird für lange Zeit mangels Fahrerlaubnis kein KFZ mehr führen.

Neuheiten 2015: Düngerstreuer ZA-V von Amazone

Der neue ZA-V Streuer hat eine Einfüllbreite von 2,22 Metern (m). Den Düngerstreuer gibt es in zwei verschiedenen Größen: 1.700 Liter (l) und 2.000 l. © Amazone
Ein Sternrührwerk sorgt dafür, einen kontinuierlichen Düngerfluss bei den kleinen und großen Ausbringmengen zu sichern. © Amazone
Für die Entwicklung des neuen Streuwerkes verwendete Amazone dreidimensionalen Streubilder. © Amazone
Amazone zufolge sind alle ZA-V Streuer mit einem ISOBUS-Jobcomputer ausgestattet. © Amazone
Das neue Sternrührwerk befindet sich über der Auslauföffnung. © Amazone
Das Streubild bleibt bei allen Ausbringmengen und Fahrgeschwindigkeiten gleich. Es ist komplett unabhängig von der Streumenge. © Amazone
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