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Ernährung und Gesundheit

Ausgaben für Nahrungsmittel weiter gesunken

Externer Autor ,
am
20.04.2010

Bonn - Der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel an den gesamten Konsumausgaben nimmt in Deutschland seit Jahren ab.

Nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) gaben die privaten Haushalte 2008 nur noch 11,4 Prozent ihrer Konsumaufwendungen für Nahrungsmittel aus. Im Jahr 1980 habe dieser Anteil in einem durchschnittlichen Arbeitnehmerhaushalt noch bei knapp 20 Prozent gelegen; im Jahr 1959 seien es sogar 43,4 Prozent gewesen. Der Grund für den langfristigen Rückgang des Anteils der Nahrungsmittelausgaben liegt laut Darstellung des RLV in den Einkommenssteigerungen auf der einen und dem unterdurchschnittlichen Anstieg der Nahrungsmittelpreise auf der anderen Seite.

Seit 1950 seien die Löhne um das Zwanzigfache gestiegen, die Brotpreise aber nur um knapp das Neunfache. Gleichzeitig hätten sich die Getreidepreise kaum verändert. Daher habe sich der Industriearbeiter für seinen Stundenlohn 2008 mehr als doppelt soviel Brot kaufen können wie noch vor etwa 60 Jahren. Ähnliches gelte für fast alle Nahrungsmittel: Während beispielsweise ein Arbeitnehmer für ein 250 Gramm-Päckchen Butter 1970 noch 22 Minuten habe arbeiten müssen, reichten heute gerade einmal vier Minuten. Auch Eier seien mittlerweile schneller verdient als gekocht, so der RLV. Für ein Ei müsse man heute gerade einmal 30 Sekunden lang arbeiten; im Jahr 1970 sei es noch mehr als viermal. (AgE)

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