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Auf der Flucht

Ausgebüxte Kuh verletzt drei Menschen auf Klinikgelände

Fleckvieh auf Weide
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Eva Eckinger, agrarheute
am
05.10.2016

Eine ausgebrochene Rinderherde verursachte in Baden-Württemberg einen Großeinsatz der Polizei. Drei Verletzte sowie hoher Sachschaden waren das Ergebnis der Flucht.

Eine ausgebrochene Rinderherde hat am Montagabend in Baden-Württemberg stundenlang die Polizei auf Trab gehalten, wie Christian Wörner vom Polizeipräsidium Reutlingen berichtet. Eine aus 14 Kühen bestehende Herde war in Richtung Kurpark spaziert. Die Tiere waren offenbar von der Weide eines nahegelegenen Betriebes ausgebrochen.

Rinder beschädigen Fahrzeuge

Beim Versuch, die Herde wieder zurück auf die Weide zu treiben, flüchteten die Tiere erneut und beschädigten fünf am Straßenrand geparkte Fahrzeuge. Zehn der Rinder konnten von den Mitarbeitern des Hofes und der alarmierten Polizei auf einem nahegelegenen Schulhof festgesetzt werden, so die Beamten.

Einer Kuh aber gelang es, weiter in Richtung Innenstadt zu flüchten.

Kuh dringt in Klinikfoyer ein

Versuche, das zusehends aggressiver werdende Rind zu stoppen, schlugen fehl, erklärt das Polizeipräsidium Reutlingen. Das Tier rannte eine 49-jährige Frau um und verletzte einen 52-jährigen Betriebsmitarbeiter leicht.

Schließlich drang sie ins Foyer der örtlichen Klinik ein, verließ es aber sofort wieder, wobei die automatische Eingangstüre laut Polizeibericht erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Rind in Panik verletzt Mann

Aus dem umzäunten Klinikgelände flüchtete das Tier dann erneut mit einem Sprung über den Zaun und lief weiter Richtung Innenstadt. Schließlich konnte das nun äußerst aggressive Rindvieh festgesetzt werden, berichtet die Polizei. Zuvor aber rannte die Kuh noch einen 64-jährigen Mann um.

Dieser habe sich laut Beamten trotz Lautsprecherdurchsagen und persönlicher Ansprachen durch die Polizei mit weiteren Schaulustigen in den Gefahrenbereich begeben.

Kuh musste betäubt werden

Erst nachdem die Kuh mit mehreren Betäubungspfeilen ruhig gestellt wurde, konnte der Mann versorgt werden. Alle drei Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Am Dienstag gegen 0.30 Uhr waren dann alle Tiere wieder eingefangen, so die Polizei.

Insgesamt waren ein Veterinär, mehrere Betriebsmitarbeiter, zwei Rettungswagen und acht Streifenwagen im Einsatz. Wie die Herde trotz ordnungsgemäßer Umzäunung ausbrechen konnte, wird derzeit ermittelt.

Quelle: Christian Wörner, Polizeipräsidium Reutlingen

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