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Wirtschaft

Australien: Agrarexporte steigen trotz Flutschäden

Externer Autor
am
02.03.2011

Canberra - Trotz aller Unwetterkatastrophen der vergangenen Wochen und Monate wachsen die australischen Agrarexporte kräftig.

Nach einer Schätzung des staatlichen Amtes für Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) werden die Ausfuhren 2010/11 um neun Prozent auf umgerechnet 23,0 Milliarden Euro steigen. Für das Wirtschaftsjahr 2011/12 wird ein weiteres Plus von 4,4 Prozent auf knapp 24,0 Milliarden Euro prognostiziert.
 
Die großflächigen Überflutungen, Wirbelsturm Yasi sowie die vorangegangene Dürre haben lokal schwere Schäden verursacht. Starkregen während der Erntezeit im November und Dezember führte unter anderem zu einer enttäuschenden Getreidequalität.

Ertragreiche Ernte bei Winterkulturen

Insgesamt schätzt das ABARES die witterungsbedingten Erlöseinbußen der Landwirte im laufenden Wirtschaftsjahr auf 1,7 Milliarden Euro. Landesweit profitieren die Erzeuger aber von der höheren Bodenfeuchte. So fiel die Ernte bei Winterkulturen mit 42,1 Millionen Tonnen um 19 Prozent höher aus als 2009/10. Obendrein erzielten die australischen Farmer auf dem Weltmarkt hohe Preise für Getreide, Ölsaaten, Zucker, Vieh, Wolle und Milch.

Landwirte erzielen höhere Einnahmen

Der Einnahmenüberschuss eines durchschnittlichen Ackerbaubetriebs dürfte daher 2010/11 auf 60.442 Euro klettern und damit fünf Prozent über dem zehnjährigen Mittel liegen. Milchviehhalter werden voraussichtlich einen Einkommensüberschuss von 73.710 Euro erzielen. Das sind neun Prozent mehr als im Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts. Mittelfristig seien die Aussichten für Agrarproduktion und -export daher positiv, so das ABARES. (aiz)
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