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Umwelt

Australien: Ausgleichsfonds für Yasi-Opfer aufgelegt

von , am
17.02.2011

Canberra - Die australische Regierung hat zusätzliche Hilfen für die Opfer des Wirbelsturms Yasi beschlossen. AgForce bewertet die Hilfen jedoch als unzureichend.

In den kommenden Tagen bleibt es grau und trüb. © Mühlhausen/landpixel
Für Reparaturen und technische Beratung auf landwirtschaftlichen Betrieben im Nordosten von Queensland steht ein ländlicher Ausgleichsfonds von umgerechnet knapp 15 Millionen Euro zur Verfügung. Anspruchsberechtigte Unternehmen und Landwirte können außerdem zinsbegünstigte Kredite bis zu einer Höhe von fast 482.000 Euro aufnehmen. Dabei darf der Beihilfenwert höchstens 37.000 Euro betragen. Ferner übernimmt der Staat die Lohnkosten von Aufbauhelfern für bis zu 13 Wochen. Insgesamt bezifferten die föderale Regierung und jene von Queensland, die das Paket gemeinsam finanzieren, die Hilfeleistungen auf 297 Millionen Euro. Sie addieren sich zu bereits früher angekündigten Maßnahmen, wie zum Beispiel Transportkosten-Zuschüssen oder personengebundenen Entschädigungen.

Bauernverband: Hilfspaket unzureichend

Der Bauernverband von Queensland AgForce kritisierte das neue Hilfspaket als unzureichend. Die Konzentration der Maßnahmen auf einen schmalen Küstenstreifen im Norden ignoriere die erheblichen Schäden, die vor allem Rinderhalter im Landesinneren durch den Wirbelsturm erlitten hätten. AgForce forderte die Regierung auf, weitere Gebiete des Bundesstaates in die Hilfsmaßnahmen einzubeziehen.
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